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Großer Waldbrand in Hanau: Brandstifter vermutet - Radfahrer in Badehose gesucht

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Von: Alexander Gottschalk

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Ein großer Waldbrand fordert der Feuerwehr Hanau am Montag (18. Juli) alles ab. Jetzt ist hingegen die Polizei gefragt.

Update vom Dienstag, 19. Juli, 16.30 Uhr: Die Polizei hat nach dem großen Waldbrand in Hanau am Montag (18. Juli) ihren Zeugenaufruf erweitert. Im Fokus steht ein Mann, der am Nachmittag oberkörperfrei auf einem Fahrrad im Wald unterwegs war. Er könnte als wichtiger Zeuge in Betracht kommen, teilten die Ermittler am Dienstag (19. Juli). Sie gehen weiterhin von Brandstiftung aus. Neben dem unbekannten Fahrradfahrer interessieren sich die Beamten vor allem für verdächtige Fahrzeuge oder Personen, die in der Nähe der Brandherde aufgefallen sein könnten. Hinweise gehen an die Hanauer Kripo unter Tel. 06181 100-123.

Stundenlanges Feuer-Drama im Hanauer Wald: Es war wohl Brandstiftung

Update vom Dienstag, 19. Juli, 9.57 Uhr: Nach dem großen Waldbrand am Montagnachmittag (18. Juli) in Hanaus Stadtteil Großauheim gehen die Behörden von Brandstiftung aus. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Laut hr fahnden die Beamten nach einem Menschen auf einem Fahrrad, „der nur mit einer Badehose bekleidet gewesen sein soll“. Der Fall ist der jüngste in einer Reihe an mutmaßlichen Brandstiftungen, die Südosthessen in den vergangenen Tagen und Wochen beschäftigten.

Bereits kurz vor dem Großbrand in Großauheim hatte die Feuerwehr im Hanauer Stadtteil Wolfgang in der Nähe des Forstamts ein etwa 350 Quadratmeter großes Waldstück ablöschen müssen. Auch hier könnte jemand das Feuer gelegt haben, so der Verdacht. Noch während in Wolfgang die Nachlöscharbeiten liefen, entdeckte der Polizeihubschrauber gegen 14.20 Uhr, dass ebenfalls Rauch aus dem Wald zwischen Waldsiedlung und B8 aufstieg.

Bei ihrem Eintreffen sahen die ersten Einsatzkräfte eine Fichtenschonung brennen. Die Flammen schlugen hoch, hätten beinahe die Baumwipfel erreicht. Eine „relativ dramatische Lage“, wie Förster Volker Ahrend später sagte. Aufgrund der Windverhältnisse breitete sich das Feuer zudem „rasend schnell aus“, wie es von den Brandbekämpfern selbst hieß.

Der Löscheinsatz im Wald von Hanau dauert am Montag (18. Juli) mehrere Stunden.
Der Löscheinsatz im Wald von Hanau dauert am Montag (18. Juli) mehrere Stunden. © 5vision.media

Letztlich brannten rund 60.000 Quadratmeter Waldfläche. Mit einem Wasserwerfer verhinderten die Einsatzkräfte „in letzter Sekunde“, dass die Flammen auf die Baumwipfel übergriffen – was einen womöglich noch größeren Waldbrand zur Folge gehabt hätte. Gegen 16.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, gegen 20.30 war es aus.

Waldbrand in Hanau: Hitze und Wasserversorgung erschweren Einsatz

Sämtliche Einsatzabteilungen der Feuerwehr Hanau halfen vor Ort. Die Hitze erschwerte den Einsatz. Weiteres Problem: Die Wasserversorgung im Wald musste durch Pendelverkehr sichergestellt werden. Die Drohne der Feuerwehr Karlstein half, die letzten Glutnestern aufzuspüren. Auch ein Polizeihubschrauber war mit Einsatz.

Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die späten Abendstunden, auch am heutigen Dienstag (19. Juli) könnten noch Maßnahmen nötig werden. Förster Ahrend zu dem Waldbrand: „Ich kann nicht nachvollziehen, was jemanden antreibt, den Wald anzuzünden.“ Neben den Bäumen seien auch zahlreiche Tiere durch das Feuer in Gefahr gewesen.

Feuer wütet im Hanauer Wald - Feuerwehreinsatz wird noch Stunden dauern

Update vom Montag, 18. Juli, 16.45 Uhr: Laut Feuerwehr brennt es in Hanau auf einer Waldfläche von rund 60.000 Quadratmetern. Das Feuer sei unter Kontrolle, twitterten die Einsatzkräfte um 16.15 Uhr. Die Nachlöscharbeiten dürften aber „noch Stunden andauern“.

Erstmeldung vom Montag, 18. Juli, 15.42 Uhr: Hanau - In Hanau brennt am Montagnachmittag (18. Juli) eine größere Waldfläche. Die örtliche Feuerwehr ist mit Kameraden aus mehreren Stadtteilen in Großauheim im Einsatz.

In Hanau brennt es am Montag (18. Juli) im Wald.
In Hanau brennt es am Montag (18. Juli) im Wald. © 5vision.media

Auf Twitter warnte die Feuerwehr die Anwohner in der Waldsiedlung vor einer „Rauch und Geruchsbelästigung“. Das gesamte Ausmaß des Waldbrandes sowie dessen Ursache blieben zunächst unklar. Erst am Vormittag hatte das Hessische Umweltministerium wegen der hohen Waldbrandgefahr die Warnstufe A ausgerufen. (ag)

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