Bürgermeister warnt

Gefahr beim Baden in Flüssen und Seen größer als viele denken

Ein kleiner Spaß kann einen Großeinsatz auslösen. So wie in diesem Sommer bereits für die Wasserrettung der Feuerwehr Hanau.
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Ein kleiner Spaß kann einen Großeinsatz auslösen. So wie in diesem Sommer bereits für die Wasserrettung der Feuerwehr Hanau.

Immer wieder kommt es zu Gefahr beim Baden in Seen und Flüssen in der Region. Hanaus Bürgermeister warnt vor Leichtsinn.

  • In Hanau häufen sich Rettungseinsätze in Seen und Flüssen.
  • Die Feuerwehr warnt vor den Gefahren.
  • Besonders ein Fall sorgte für Aufregung.

Hanau - Immer wieder geraten Menschen beim Baden in Seen und Flüssen im Main-Kinzig-Kreis in Gefahr. Dadurch belasten sie die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr unnötig.

Oberbürgermeister von Hanau warnt eindringlich 

Der Oberbürgermeister von Hanau hat daher eine eindringliche Warnung. Denn scheinbar, so Kaminsky, ist vielen Menschen nicht bewusst, wie viel Aufwand ein vermeintlicher Spaß bedeuten kann. Für die Rettungskräfte bedeutet ein solcher Spaß schnell die Meldung: „Menschenleben in Gefahr“. „Und von einer lebensgefährlichen Situation für den oder die Badenden ist in solchen Fällen immer auszugehen“, sagt Kaminsky. 

Ein Fall sorgte in Hanau für Aufregung

Als Beispiel nennt Markus Doose, stellvertretender Leiter des Brandschutzamtes, den Fall eines Jugendlichen, der in Badekleidung von der Hellentalbrücke zwischen Hanau-Großauheim und Hanau-Kleinauheim sprang. Dieser unbedachte Sprung zog nicht nur den Einsatz der hauptamtlichen Feuerwehr Hanau nach sich. Unterstützung kam auch aus Maintal, vom DRK und dem ASB. 

Außerdem rückte die Polizei und freiwillige Feuerwehren aus drei Stadtteilen von Hanau an. „Dieses Beispiel zeigt sehr gut, welch hohe Anzahl an Einsatzkräften ein solcher Wasserrettungseinsatz erfordert“, so Doose. Das Wissen um diesen Aufwand sollte Grund genug sein, auf Leichtsinnigkeiten zu verzichten, erklärte er. Ebenfalls erinnerte Doose daran, dass das im Umkreis von 100 Metern um Brücken, Schleusen, Häfen und Kraftwerke verboten ist. 

Auch am Ufer des Mains besteht beim Schwimmen Gefahr

Aber nicht nur tief in Flüssen und Seen droht tödliche Gefahr. Auch die Schiffe auf dem Main in Hanau können einem ruhigen Ufer eine Gefahrenzone machen. Sie können starke Sogwirkung oder Strömungen erzeugen, welche besonders für Kleinkinder gefährlich sind. Darum sei es wichtig, besonders kleine Kinder regelmäßig über diese Risiken aufzuklären und seine Kleinen stets im Blick zu behalten. So muss die Feuerwehr Hanau auch nicht für einen Rettungs- oder - noch schlimmer - Bergungseinsatz ausrücken.

Wer sich nicht in Gefahr begeben, aber trotzdem schwimmen gehen möchte, kann das auch im Langener Waldsee tun. Dort gibt es allerdings gewisse Auflagen.

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