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Hessen gibt 2021 Landesanleihen für 2,7 Milliarden Euro aus

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Zur Finanzierung der Schulden des hessischen Kernhaushaltes hat die Landesregierung 2021 Landesanleihen im Wert von mehr als 2,7 Milliarden Euro neu ausgegeben. Im Jahr zuvor hatte die Gesamtsumme solcher Papiere noch 6,5 Milliarden Euro betragen. Das geht aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Landtagsfraktion hervor.

Wiesbaden - Die durchschnittliche Laufzeit für neu ausgegebene Landesanleihen im Kernhaushalt 2021 beträgt gut sieben Jahr (2020: 6,5 Jahre).

Land und Bund finanzieren ihre Schulden am Kapitalmarkt überwiegend durch Anleihen und Schuldscheine, wie ein Sprecher des Finanzministeriums erläuterte. Dies gelte für die Brutto-Kreditaufnahme, also die Kreditaufnahme inklusive Refinanzierung auslaufender Schulden. Schuldscheindarlehen seien dabei von untergeordneter Bedeutung. Solche Papiere sind Darlehensverträge zwischen einem bestimmten Gläubiger und dem Schuldner Land Hessen.

Landesanleihen können dagegen an einer Börse täglich gehandelt und von jedem Interessenten zum jeweiligen Kurs gekauft werden. Die Anleihen des Landes werden grundsätzlich in einer Stückelung von 1000 Euro begeben.

Zur Finanzierung des - inzwischen abgewickelten - Corona-Sondervermögens sind 2020 nach Angaben des Finanzministeriums 2,75 Milliarden Euro und im Jahr 2021 knapp 810 Millionen Euro Landesanleihen emittiert, wie das Finanzministerium erläuterte. Von allen aktuell laufenden Anleihen des Landes haben knapp 49 Prozent eine Gesamtlaufzeit von zehn Jahren oder mehr. dpa

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