Kopf „wegblasen“

Hessen: Hotline-Mitarbeiter bedroht und beschimpft - KV wehrt sich mit „drastischem Schritt“

Hotline-Mitarbeiter werden immer häufiger Opfer von verbaler Gewalt. (Symbolbild)
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Hotline-Mitarbeiter der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen werden immer häufiger Opfer von verbaler Gewalt. (Symbolbild)

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen schlägt Alarm. Immer wieder würden Hotline-Mitarbeiter beschimpft und bedroht. Nun sollen die Aggressoren strafrechtlich belangt werden.

Frankfurt – Der Ton in der Gesellschaft wird immer rauer. Das müssen auch Mitarbeiter der Hotline der Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen erfahren. Die KV Hessen wehrt sich nun gegen Beschimpfungen und Bedrohungen mit Strafanzeigen.

„Wir sehen uns zu diesem drastischen Schritt leider gezwungen, weil die Zahl der verbalen Entgleisungen mittlerweile ein derartiges Ausmaß angenommen hat, dass wir uns schützend vor unsere Mitarbeitenden stellen müssen“, erklärte der stellvertretende KV-Vorstandsvorsitzende Eckhard Starke am Donnerstag (23.09.2021) in Frankfurt.

Hotline der KV Hessen: Beschimpfungen und Bedrohungen von allen Altersklassen

Laut Angaben der KVH kämen die Beschimpfungen und Bedrohungen gegenüber den Mitarbeitern der Hotline von allen Altersklassen und Bildungsschichten. „Wann ist die Grenze überschritten? Bei der Androhung einer Vergewaltigung, wenn eine Terminvermittlung verlangt wird? Bei der Drohung, den Wohnort des Call-Agents am Telefon zu kennen und diesen nach Feierabend aufzusuchen, falls den Wünschen nicht entsprochen wird? Dann, wenn dem Mitarbeitenden am Telefon schon im Voraus angekündigt wird, mit welchem Munitionskaliber man ihm oder ihr am liebsten den Kopf ‚wegblase‘“, fragte Starke.

Durch Bandaufzeichnungen sei die KV Hessen eigenen Angaben zufolge „in der Lage, jedes Gespräch zurückzuverfolgen und damit Strafanzeige zu stellen“. (esa/dpa)

Zuletzt trug die KV Hessen mit den Kommunen einen öffentlich geführten Streit wegen der Impfzentren in Hessen aus.

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