Hessen verlängert Corona-Hilfsprogramm für die Wirtschaft

Das Land Hessen verlängert erneut seine Corona-Wirtschaftshilfen. Das Darlehensprogramm „Hessen-Mikroliquidität“ soll zunächst bis Ende März nächsten Jahres weiterlaufen, teilten die Minister für Wirtschaft und Finanzen, Tarek Al-Wazir (Grüne) und Michael Boddenberg (CDU), am Mittwoch in Wiesbaden mit. Wenn es notwendig sein sollte, werde es eine weitere Verlängerung geben.

Wiesbaden - Viele kleine und mittlere Betriebe ständen erneut vor einem wirtschaftlich schwierigen Winter, erklärten die Minister. Unbürokratische Hilfe werde also weiterhin dringend benötigt, damit so viele hessische Unternehmen wie möglich die Auswirkungen der Corona-Pandemie überstehen.

Bislang wurden nach Angaben der Minister rund 8600 Anträge für das Mikrodarlehensprogramm bewilligt und eine Summe von knapp 250 Millionen Euro ausgezahlt. Selbstständige und Freiberufler in Kleinunternehmen mit maximal 50 Vollzeit-Beschäftigten können in dem Programm Direktdarlehen zwischen 3000 Euro und 35 000 Euro erhalten.

Bei einer Darlehenslaufzeit von sieben Jahren sind zwei Jahre tilgungsfrei. Außerplanmäßige Tilgungen sind den Angaben zufolge kostenfrei möglich. Ein Verzicht auf Rückzahlungen von Teilbeträgen des Darlehens von bis zu 50 Prozent der ursprünglichen Darlehenssumme kann ausgesprochen werden, wenn vor allem die wirtschaftliche Situation der betroffenen Unternehmen aufgrund der Corona-Pandemie dies erfordert.

Das Programm wird von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WIBank) Hessen verwaltet. Dort werden auch die Anträge gestellt. Das Programm „Hessen-Mikroliquidität“ war wegen der hohen Nachfrage im Juni bereits bis Ende 2021 verlängert worden. dpa

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