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Hitze, Jahreszeit und die Einsätze von „Christoph 2“

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50 Jahre Rettungshubschrauber „Christoph 2“
Pilot Hans Wank steht neben seinem Hubschrauber auf dem Flugdeck der Unfallklinik. © Boris Roessler/dpa/Archivbild

Sommer und lange Tage - das bedeutet auch lange Einsatzzeiten für die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 2“, dessen Basis in Frankfurt ist. Haben auch die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen einen Einfluss auf die Arbeit der Luftretter?

Frankfurt/Main - „Leider spielt das eine sehr große Rolle“, sagt Hans Wank, Pilot der Fliegerstaffel der Bundespolizei. Denn wenn die Luft so warm sei, sei der Output der Turbinen geringer. „Vor allem bei Temperaturen über 30 Grad geht die Leistungsfähigkeit der Maschine zurück und wir müssen das über eine geringere Spritmenge kompensieren.“ Daher müsse insgesamt eine geringere Reichweite in Kauf genommen werden. „Wir schaffen zwar unsere 60 Kilometer, müssen aber sehen, ob wir zwischentanken können“, so Wank.

Doch auch die Crew bekomme die hohen Temperaturen unangenehm zu spüren: „Wir sitzen da drinnen im Cockpit, wir haben keine Klimaanlage, wir haben eine Ventilation.“ Die gewölbten Scheiben wirkten wie Brenngläser, hinzu komme die Uniform, Helm, Sicherheitsschuhe - da rinne der Schweiß „und man muss sich da sehr konzentrieren“, erläutert der Pilot.

Dazu komme: Im Sommer sind die Tage länger und es gebe mehr Aktivitäten, bei denen es auch mal zu Unfällen kommen könne - ob Fahrradfahrer, Inlineskater, Häuslebauer oder in der Landwirtschaft. „Die Leute sind länger aktiv“, resümiert Wank. „Im Winter wird es früh dunkel, es ist kalt und ungemütlich und die Leute verkriechen sich in die warme Stube. Im Sommer sind so einfach mehr Einsätze.“ dpa

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