1. Startseite
  2. Hessen

Wieder tote Igel im Wetteraukreis gefunden – Fall passt ins Muster

Erstellt:

Von: Vincent Büssow

Kommentare

Igel im Wald.
Immer wieder werden im Wetteraukreis tote Igel gefunden. (Symbolbild) © Jonas Walzberg/dpa

Seit über zwei Jahren werden im Wetteraukreis getötete Tiere gefunden. Trotz eines Urteils gibt es jetzt einen neuen Fall – der passt genau ins Muster.

Ober-Mörlen – Nahe des Ober-Mörlener Schlossparks sind erneut Igel gefunden worden, die offenbar getötet wurden. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Gießen gemeinsam am Donnerstag (21. Juli) mitteilten, handelt es sich bei dem Fund vom Dienstag um augenscheinlich mindestens zwei tote Tiere in einem Eimer, der am Ufer der Usa abgestellt worden war. Erst vor Kurzem wurde ein Mann aus dem Wetteraukreis wegen Tierquälerei verurteilt, die exakt demselben Muster entspricht – noch ist er aber auf freiem Fuß.

Der 36-Jährige wurde im Juli zu knapp drei Jahren Haft verurteilt. Er soll mindestens 25 Igel und zwei Kaninchen gefangen und zu Tode gequält haben. Darauf habe er die Kadaver in Plastiktüten oder Behältern an öffentlichen Orten im Wetteraukreis abgelegt, wo sie später gefunden wurden. Trotz des Urteils befindet sich der Mann, der die Taten im Verlauf des Gerichtsverfahrens gestanden hatte, derzeit nicht in Haft. Wie die Staatsanwaltschaft Gießen auf Nachfrage mitteilte, hat der 36-Jährige Berufung eingelegt.

Tierquälerei im Wetteraukreis geht weiter: Polizei durchsucht Wohnung von Verdächtigem

Ob nach dem neusten Fund in Ober-Mörlen gegen den Verurteilten ermittelt wird, konnte die Staatsanwaltschaft Gießen nicht bestätigen. In ihrer gemeinsamen Mitteilung mit der Polizei heißt es lediglich, dass am Mittwoch nach der Entdeckung die Wohnung eines Mannes aus dem Wetteraukreis aufgrund einer richterlichen Anordnung durchsucht wurde. Dabei konnten Beweismittel sichergestellt werden, die nun ausgewertet werden. Der beschuldigte Bewohner äußerte sich bislang nicht zu dem Sachverhalt.

Die toten Igel wurden außerdem zur weiteren Untersuchung an eine Fachtierärztin für Pathologie in Gießen übergeben. Zudem untersuchen Experten der Kriminaltechnik das Behältnis auf mögliche Spuren. Tatsächlich wurde der zuvor Verurteilte über DNS-Spuren identifiziert, die auf einem Paar Socken am Tatort gefunden worden waren. (vbu)

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion