Weltweites Problem

Joe Bidens Plan gegen Corona-Lieferengpässe: So wollen die USA Weihnachten retten

Hafen von LA
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Der Hafen von Los Angeles soll rund um die Uhr betrieben werden.

Wegen Corona kommt es weltweit zu Lieferengpässen, möglicherweise auch bei den Weihnachtsgeschenken. Wie US-Präsident Joe Biden nun das Weihnachtsfest retten will.

Los Angeles – US-Präsident Joe Biden will angesichts von weltweiten Lieferengpässen Abhilfe schaffen – der Hafen von Los Angeles soll nun etwa rund um die Uhr betrieben werden. „Traditionell sind unsere Häfen nur unter der Woche, von Montag bis Freitag, geöffnet und in der Regel nachts und an den Wochenenden geschlossen“, sagte Joe Biden am Mittwoch (13.10.2021). Nach Verhandlungen seiner Regierung mit Gewerkschaften, Betreibern und Spediteuren ändert sich dies nun.

„Durch die Öffnung an sieben Tagen in der Woche, in der Nacht und an den Wochenenden wird der Hafen von Los Angeles mehr als 60 zusätzliche Stunden pro Woche geöffnet sein“, sagte Biden. Der Hafen von Long Beach, ebenfalls im US-Bundesstaat Kalifornien, arbeitet bereits im Dauerbetrieb.

Lieferengpässe wegen der Corona-Krise: Es fehlt an Containern in den Häfen

Die beiden Häfen sind die größten Häfen der USA. Grund der Engpässe sind unter anderem Nachwirkungen der Corona-Krise. Die Lieferengpässe etwa wegen Staus an Häfen und fehlenden Containerkapazitäten machen sich zunehmend bemerkbar. Mit dem Dauerbetrieb der beiden Häfen soll der Rückstau abgebaut werden.

„Ich weiß, dass Sie viel über sogenannte Lieferketten hören und wie schwierig es ist, eine Reihe von Dingen zu bekommen – vom Toaster über Turnschuhe bis hin zu Fahrrädern und Schlafzimmermöbeln“, sagte Biden. Er verstehe, dass dies vielen Menschen Sorge bereite.

Lieferschwierigkeiten durch die Corona-Pandemie: US-Paketdienste wollen Arbeitszeiten verlängern

Der US-Einzelhändler Walmart  und die US-Paketdienste UPS und Fedex hätten zugesagt, ebenfalls außerhalb ihrer Hauptzeiten zu arbeiten, um die Waren zu entladen oder zu transportieren. „Die heute eingegangenen Verpflichtungen sind ein Zeichen für einen großen Fortschritt und dafür, dass die Waren von den Herstellern in die Geschäfte oder zu Ihnen nach Hause kommen“, sagte Biden.

„Wir sind nicht die Post oder UPS oder Fedex, wir können nichts garantieren“, reagierte die Sprecherin des Weißen Haus, Jen Psaki, auf die Frage, ob zum Beispiel Weihnachtspakete rechtzeitig ankommen werden. „Was wir tun können, ist, alle der Regierung zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um Verzögerungen zu verringern und sicherzustellen, dass wir Engpässe im System beseitigen.“

Die weltweiten Lieferengpässe befeuern auch die Inflation in Deutschland. (judo/dpa)

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