Land rüstet Digitalfunk für Polizei und Rettungskräfte auf

Digitalfunk Polizei
+
Eine Polizistin trägt ein digitales Polizei-Funkgerät am Gürtel.

Hessen macht seinen Digitalfunk für Polizei und Rettungskräfte widerstandsfähiger gegen Stromausfälle. Von den 471 Basisstationen für das spezielle Funknetz für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sollen bis Ende kommenden Jahres 115 an stationäre Notstromquellen angeschlossen werden, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervorgeht.

Wiesbaden - Im Oktober dieses Jahres seien bereits 74 der geplanten 115 stationären Netzersatzanlagen einsatzbereit gewesen. Mit diesen Brennstoffzellen oder Dieselaggregaten könne die Stromversorgung über mindestens 72 Stunden aufrecht erhalten werden, erläuterte das Ministerium. In einem Fall liefere eine Wasserkraftanlage die Energie. Bislang waren alle 471 Basisstationen mit Akkus ausgestattet, die Notstrom für etwa acht Stunden liefern können.

Bis Ende 2022 sollen außerdem die herkömmlichen Kupferleitungen an den Basisstationen durch Glasfasertechnik ersetzt werden. Dies erhöhe die Ausfallsicherheit des Netzes bei einem flächendeckenden Stromausfall in besonderem Maße. Über die Kupferleitungen werden Daten übertragen, in bestimmten Abständen sind dafür elektronische Verstärker nötig.

„Bei einem großflächigen Stromausfall kann zwar die Basisstation mit der eingebauten Batterie weiterhin funken, aber nur lokal, weil die Verstärker dann ausfallen“, erläuterte ein Ministeriumssprecher. „Mit der Glasfasertechnik können Leitungswege bis zu 50 Kilometer ohne Verstärker realisiert werden.“ Sie funktionierten zusätzlich auch noch bei einer Überflutung. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.