Pandemie

Hessen verschärft Corona-Regeln: Diese Maßnahmen gelten jetzt

Menschen auf Weihnachtsmarkt
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In Hessen gelten ab Dienstag (28.12.2021) neue Corona-Regeln. (Symbolbild)

In Hessen gelten seit Dienstag (28.12.2021) neue Corona-Regeln. Die aktuellen Beschlüsse im Überblick.

Hessen – Die Corona-Infektionszahlen fallen derzeit, doch die hoch ansteckende Virusmutation Omikron breitet sich schnell aus. Auch in Hessen wurden bereits erste Fälle der Corona-Mutation nachgewiesen. Damit Krankenhäuser und das Gesundheitssystem nicht bis an ihre Belastungsgrenzen kommen, hat sich die Politik erneut entschieden zu handeln.

Am Dienstag (21.12.2021) verständigten sich die Ministerpräsidenten der Länder und des Bundes auf neue, strengere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Nach dem Bund-Länder-Gipfel und den Beratungen mit seinem Corona-Kabinett verkündete Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier bei einer PK am Mittwoch (22.12.2021) die ab dem 28. Dezember geltenden Corona-Regeln.

Corona-Regeln in Hessen: Kritik gegen die Maßnahmen kommt von der Opposition

Im Vorfeld des Corona-Gipfels der Minister war bereits Kritik vonseiten der Opposition laut geworden. Die Linksfraktion im Bundestag bemängelte, dass die Corona-Regeln erst nach Weihnachten greifen. Das sei irritierend und schwäche das Vertrauen der Bürger in die Regierung, sagte Dietmar Bartsch von der Linksfraktion dem RND. Zudem sei der Appell an Geimpfte mit Booster, sich weiter testen zu lassen, ein „Zurück auf Null“.

Einzelne Bundesländer wollen die strengeren Maßnahmen bereits vor dem 28. Dezember durchsetzen. So hatte sich Mecklenburg-Vorpommern entschieden, die Beschlüsse bereits ab Heiligabend geltend zu machen. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach schloss härtere Maßnahmen nicht aus. Am Dienstagabend (21.12.2021) hatte er die Beschlüsse zur Eindämmung des Coronavirus in den ARD-Tagesthemen verteidigt.

Corona in Hessen: Diese Maßnahmen gelten ab Dienstag (28.12.2021)

Nachdem strenge Corona-Maßnahmen in Hessen zunächst nur für Ungeimpfte beschlossen worden waren, gelten ab dem 28. Dezember auch striktere Regeln für Geimpfte. Kurz vor Silvester müssen dann auch Menschen, die bereits geimpft oder sogar geboostert sind, ihre Kontakte einschränken. Dann dürfen nur noch maximal 10 Personen zusammenkommen. „Es ist nicht die Zeit für Partys oder Abende in geselliger Runde“, so Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Für Ungeimpfte gelten allerdings noch restriktivere Maßnahmen.

Zudem gilt an Silvester das Böller- und Feuerwerksverbot an öffentlichen und publikumsträchtigen Plätzen. Das wurde bereits Mitte Dezember beschlossen. Bouffier stellte jedoch klar, dass das Böllern im eigenen Garten in Hessen weiterhin erlaubt ist.

Alle neuen Beschlüsse im Überblick:

  • Kontaktbeschränkungen: Treffen nur noch mit maximal 10 Personen bei Geimpften und Genesenen. Ungeimpfte dürfen sich nur noch mit Menschen im eigenen Haushalt und zwei weiteren Personen treffen. Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren und für Personen, die sich nicht impfen lassen können. 
  • Arbeitsplatz und Einzelhandel: Im Einzelhandel sowie bei kulturellen Veranstaltungen wie im Theater oder Kino gilt die 2G-Regel und teilweise die 2G-Plus-Regel. Am Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel.
  • Veranstaltungen: Die Obergrenze für alle Veranstaltungen liegt künftig bei 250 Teilnehmern. Diese Regelung gilt sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Großveranstaltungen müssen ohne Zuschauer stattfinden. Das gilt auch für Profi-Fußballspiele.
  • Nachtleben: Der Betrieb von Tanzlokalen, Clubs und Diskotheken ist nunmehr landesweit und unabhängig von der Infektionsinzidenz vor Ort untersagt. Ein regulärer Gastronomiebetrieb ist dort möglich.
  • Infrastruktur: Die kritische Infrastruktur soll aufrechterhalten werden. Krankenhäuser, mobile Transporte, Feuerwehr und die Polizei sollen ihre Notfallpläne aktivieren.
  • Impf-Kampagne: Die Impfungen sollen auch über Weihnachten und Silvester weiterlaufen. Bis zum Ende des Jahres sollen 30 Millionen Impfdosen verabreicht werden. Bis Ende Januar sollen weitere 30 Millionen Booster-Impfungen durchgeführt werden.

Corona-Maßnahmen in Hessen: Bouffier hält weitere Verschärfungen für möglich

Auf der Pressekonferenz machte Volker Bouffier aber auch deutlich, dass das „dynamische Infektionsgeschehen“ eine ständige Anpassung der Regeln fordere. Die Beschlüsse seien zwar bis zum 13.01.2022 gültig, es könne aber auch sein, dass die Corona-Regeln schon vorher erneut angepasst werden. Am 07.01.2022 wolle sich Bouffier erneut mit seinem Corona-Kabinett beraten.

Für die Gottesdienste in Hessen gelten eigene Regeln, wie Ministerpräsident Volker Bouffier erklärte. Auch im Corona-Jahr 2021 soll es demnach Weihnachtsgottesdienste geben. Jede Gemeinde kann allerdings selbst entscheiden, welche Regeln greifen und wie diese überprüft werden. (Kim Hornickel) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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