Maintal

Maintal-Räuber nun doch in Untersuchungshaft

Waffen bei der Festnahme gefunden - 23-Jähriger drohte Amoktat an.

Der 23 Jahre alte Mann, der in der Nacht zum Montag, 30. September, eine Tankstelle in der Kennedystraße in Maintal-Dörnigheim überfallen hat, sitzt nun doch in Untersuchungshaft. Auf Beschwerde der Hanauer Staatsanwaltschaft hin hat das Landgericht Haftbefehl gegen ihn erlassen. „Endlich“, so die Staatsanwaltschaft auf Anfrage, deren Anträge auf U-Haft mehrfach abgelehnt worden waren.

Zivilkräfte nahmen den Mann noch am selben Tag an seiner Wohnanschrift fest. Er versuchte noch zu flüchten. „Dabei bestätigte sich erneut seine Gefährlichkeit: Bei der Durchsuchung des Mannes fand man ein verbotenes Butterflymesser“, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Die zuständige Haftrichterin habe den Mann nach dem Überfall trotz eines Antrages der Staatsanwaltschaft auf Erlass eines Haftbefehls laufenlassen. Sie habe keine Gründe für U-Haft gesehen, was zunächst auch durch das Landgericht bestätigt worden sei.

Am Mittwoch, 2. Oktober, hat der Mann aber in einer Frankfurter Rechtsanwaltskanzlei eine Amoktat mit Waffen angedroht, woraufhin er von Spezialkräften erneut festgenommen wurde. In seiner Maintaler Wohnung fanden sich dann neben einer größeren Menge Drogen zahlreiche Butterflymesser und Schreckschusswaffen. Sogar danach sei ein weiterer Antrag auf U-Haft abgelehnt worden. Erst die neue Beschwerde der Staatsanwaltschaft dagegen habe nun dazu geführt, dass das Landgericht den Haftbefehl ausstellte. „Man kann nicht behaupten, die Hanauer Staatsanwaltschaft bleibe nicht am Ball“, so deren Sprecher Dominik Mies. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.