Corona-Masseninfektion

Gruppe aus Mainz reist nach Italien – Jetzt sind fast alle mit dem Coronavirus infiziert

Im Oktober 2020 organisierte die Behindertenseelsorge des Bistums Mainz eine Reise in die italienische Toskana. Dabei infizierten sich nahezu alle Teilnehmer mit dem Coronavirus.

  • Die Behindertenseelsorge des Bistum Mainz organisierte im Oktober 2020 eine Reise nach Italien.
  • Auf der Reise infizieren sich fast alle mit dem Coronavirus und befinden sich nun in Quarantäne.
  • Das Bistum Mainz weist jede Schuld von sich.

Mainz - Wie die „Allgemeine Zeitung Mainz zuerst berichtete, reiste eine Gruppe von Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen von Mitte Oktober bis Anfang November gemeinsam mit ihren Angehörigen in die italienische Toskana. Organisiert wurde die Reise von der Behindertenseelsorge des Bistum Mainz. Als die Teilnehmer nach der Reise wieder zurück in Mainz ankamen, erlebten viele einen Schock: 27 von 28 Reisenden wurden positiv auf das Coronavirus getestet und mussten fortan in Quarantäne.

Corona-Masseninfektion eine Reisegruppe aus Mainz in Italien

Nach Auskunft des Bistum Mainz sei eine Frau nach der Reise der Behindertenseelsorge ernsthaft erkrankt. Sowohl sie als auch zwei Mitreisende seien zeitweise im Krankenhaus behandelt worden. Wie der „Südwestrundfunk“ (SWR) berichtet, befinden sich derzeit sämtliche 28 Teilnehmer der Italienreise in häuslicher Quarantäne. Auch stehe das lokale Gesundheitsamt in engem Austausch mit den Corona-Infizierten. Das Bistum Mainz bedauert zwar, dass es auf der Reise zu einer Vielzahl an Infektionen mit dem Coronavirus gekommen sei, weist jedoch jegliche Schuld von sich. Ein Bistumssprecher betont zudem, dass die Toskana zum Zeitpunkt der Reise kein Risikogebiet gewesen sei und verweist auf ein umfangreiches Hygienekonzept, welches für die Reise gegolten habe.

Nach Coronainfektionen: Quarantäne für Reisegruppe der Behindertenseelsorge des Bistum Mainz

Die Teilnehmer der Italienreise der Behindertenseelsorge des Bistum Mainz waren zwischen 18 und 80 Jahren alt. Nach Auskunft des Bistum Mainz gehörten zwölf von ihnen zu Risikogruppen. Das Bistum Mainz betont jedoch, dass die entsprechenden Personen sich freiwillig für die Teilnahme an der Reise entschieden haben. Auch soll es bis zur Rückkehr nach Mainz innerhalb der Reisegruppe keinerlei Hinweise auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus gegeben haben. Zwar sei eine Teilnehmerin aufgrund ihrer Atemproblem mit ärztlichem Attest von der Maskenpflicht befreit gewesen. Doch von wem genau die Infektion letztendlich ausging, sei derzeit laut dem Bistum Mainz noch unklar.

Der Mainzer Dom: Wahrzeichen des Bistum Mainz.

Behindertenseelsorge des Bistum Mainz: Reise wurde wegen Corona bereits verschoben

Die Behindertenseelsorge des Bistum Mainz bietet regelmäßig Reisen für und mit Menschen mit Beeinträchtigungen an. Die Italienreise sei ursprünglich für Anfang Mai geplant gewesen, musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie auf den Herbst verschoben werden. Im Zuge der Reise wurden täglich touristische Ziele besucht, etwa in folgenden Städten:

  • Florenz
  • Pisa
  • Siena

Währenddessen macht das Unternehmen Biontech aus Mainz Hoffnungen auf ein baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus. (Joel Schmidt)

Rubriklistenbild: © Petra Kaminsky/dpa

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