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Frau aus Offenbach in U-Haft: Mutmaßliche IS-Rückkehrerin soll für Terrormiliz gearbeitet haben

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Von: Christoph Sahler

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Das Auswärtige Amt und die Staatsanwaltschaft Frankfurt haben erklärt, dass eine mutmaßliche IS-Rückkehrerin aus Offenbach bei ihrer Einreise nach Deutschland verhaftet wurde.

Frankfurt/Offenbach - Eine mutmaßliche IS-Rückkehrerin aus Offenbach ist am Dienstagabend (1. November) nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt festgenommen worden. Sie sei über einen Flughafen in Rheinland-Pfalz wieder nach Deutschland eingereist, sagte ein Sprecher am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Die 31 Jahre alte Frau sei dringend verdächtig, Mitglied einer terroristischen Vereinigung im Ausland zu sein. Außerdem wird ihr die Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht vorgeworfen. Die Frau soll 2011 gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren Kindern nach Pakistan ausgereist sein, wo sich ihr Ehemann der „Islamischen Bewegung Usbekistan“ als Kämpfer anschloss.

Auswärtiges Amt: Rückholaktionen von ehemaligen IS-Anhängern aus Offenbach vorerst beendet

Nach dem Tod des Mannes bei einem Drohnenangriff soll die Frau mit ihren Kindern nach Syrien weitergereist sein, um sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Dabei soll sie die Gefahren in Kauf genommen haben, die ihren Kindern im Bürgerkriegsgebiet drohten. Die Frau soll in Syrien einen IS-Kämpfer geheiratet und innerhalb der IS-Verwaltung in einem sogenannten Witwenbüro gearbeitet haben.

Eine Frau aus Offenbach lebte mit ihren Kindern in Syrien und soll dort für die Terrormiliz Islamischer Staat gearbeitet haben. (Symbolbild)
Eine Frau aus Offenbach lebte mit ihren Kindern in Syrien und soll dort für die Terrormiliz Islamischer Staat gearbeitet haben. (Symbolbild) © Felipe Dana/dpa

Nach ihrer Festnahme durch kurdische Kämpfer habe sich die Frau mit ihren Kindern seit Februar 2019 in einem Gefangenenlager befunden, hieß es. Das Auswärtige Amt hatte am Dienstag gegenüber dem SWR bereits bestätigt, dass eine ehemalige deutsche Anhängerin der Terrormiliz „Islamischer Staat“ mit ihren Kindern aus einem Lager in Nordsyrien zurück nach Deutschland gebracht werde.

OLG Frankfurt: Untersuchungshaft für Frau aus Offenbach angeordnet

Damit seien Rückholaktionen dieser Art vorerst beendet, ließ das Ministerium verlauten.  Ob es sich bei dem Flughafen, an dem die Frau in Deutschland ankam, um den US-Militärflughafen Ramstein handelte, wollte die Behörde dem SWR nicht bestätigen. Ein Ermittlungsrichter am Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt ordnete für die Frau am Mittwoch Untersuchungshaft an. (dpa/csa)

2020 erhob die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen einen mutmaßlichen Salafisten aus Offenbach.

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