Wohnen in Rhein-Main

Offenbach: Mietpreise sind laut „Immowelt“-Analyse zuletzt explodiert

Eine Frau steht auf ihrem Balkon in Offenbach und schaut auf Frankfurts Skyline.  (Symbolbild)
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In Offenbach steigen die Mieten. Grund dafür ist auch die Nähe zu Frankfurt am Main. (Symbolbild)

In keiner anderen deutschen Großstadt steigen die Mieten stärker als in Offenbach. Das hat der Report eines Immobilienportals gezeigt. Erreichen die Preise bald Frankfurter Niveau?

  • Wohnen wird laut einem Report in Deutschland immer teurer
  • Nirgends sind die Mieten aber so stark gestiegen, wie in Offenbach
  • Einen Grund für das hohe Mietplus haben die Analysten auch ausgemacht

Offenbach – Nirgendwo in Deutschland steigen die Mieten derzeit stärker als in Offenbach. Das berichtet das Online-Immobilien-Portal „Immowelt“, das für einen Report bundesweit die durchschnittlichen Mietpreise für Wohnungen mit 40 bis 120 Quadratmetern im ersten Halbjahr 2020 betrachtet hat.

Mieten in Offenbach: Preise laut Analyse um zehn Prozent gestiegen

In diesem Zeitraum schnellten die Mieten in Offenbach demnach um zehn Prozent in die Höhe. Auf den gleichen Zuwachs kam sonst nur Reutlingen (Baden-Württemberg). Über dem Wert lag keiner der analysierten Wohnmärkte. Die Untersuchung umfasst 61 von 80 deutschen Städten, die mehr als 100.000 Einwohner haben. Als Datenbasis dienten die bei dem Immobilienportal eingestellten Inserate. Bei den Mietpreisen handelt es sich laut einer Mitteilung um Nettokaltmieten bei Neuvermietung. Man habe nur Angebote berücksichtigt, die „vermehrt nachgefragt“ worden seien.

Dass in Offenbach die Mietpreise stärker gestiegen sind, als in den anderen Kommunen, passt dabei in das Bild, das die Analysten zeichnen: Das größte Plus stellten sie demnach bei Städten fest, die in der Nähe von „großen und hochpreisigen Wirtschaftszentren“ liegen, heißt es weiter. Für Offenbach ist dies das benachbarte Frankfurt. In den Pendlerkommunen zögen die Mieten an, lägen aber insgesamt weiter unter dem Niveau der regionalen Zugpferde.

Offenbach: Mietpreis f��r einen Quadratmeter im Schnitt nun bei 11,10 Euro

In Offenbach liegt der der durchschnittliche Mietpreis für einen Quadratmeter dem Report zufolge heute bei 11,10 Euro – und damit weiter deutlich unter den 14,50 Euro im benachbarten Frankfurt. Dort legten die Mieten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres übrigens um rund vier Prozent zu. Im ersten Halbjahr 2019 hatten Mieter im Schnitt noch 10,10 Euro in Offenbach und 14 Euro in Frankfurt für den Quadratmeter zahlen müssen.

Die Corona-Krise hat auf dem Mietmarkt laut „Immowelt“ also nicht für Entspannung gesorgt. In zwei Dritteln der untersuchten Großstädte seien die Mieten gestiegen.  „Lediglich dort, wo in der Vergangenheit extreme Anstiege stattfanden, lassen sich nun leichte Preiskorrekturen erkennen“, teilte Geschäftsführer Cai-Nicolas Ziegler mit. „In kleineren Universitätsstädten, wo derzeit wegen der Corona-Pandemie die neuen Studenten ausbleiben, entspannt sich der Mietmarkt jedoch etwas.“

Der Trend, dass Wohnen in Offenbach immer teurer wird, hält nun schon lange an, wie auch der Mietspiegel zeigt. Etwa 140.000 Menschen leben heute in der Stadt am Main. Für sie neuen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist eine der wichtigsten Aufgaben der kommunalen Politik. Ein Beispiel für eines der erforderlichen Bauprojekte ist die Feldstraße in Offenbach, wo mehr als 190 Wohnungen entstehen*. Allerdings hat die Sache einen Haken. Unzumutbare Zustände in einem Wohnhaus in Offenbach sorgen momentan für Ärger. Für 10 Quadratmeter werden in einem maroden Gebäude 600€ verlangt. (red/ag) *op-online.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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