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Opel-Flächen: Rüsselsheim nicht mehr im Bieterverfahren

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Die Stadt Rüsselsheim ist nicht länger im Rennen um den Kauf von rund 120 Hektar freiwerdender Fläche des Opel-Geländes. Über diesen Schritt sei sie am Donnerstag von der Opel-Konzernmutter Stellantis informiert worden, teilte die Stadt am Freitag mit. „Mit Bedauern hat die Stadt zur Kenntnis genommen, dass ihr Kaufangebot im zweiten Teil des Bieterverfahrens nicht weiter berücksichtigt wird.

Rüsselsheim - Die Auswahl der verbleibenden Investoren erfolgte dabei im Wesentlichen über das Kriterium des Kaufpreises.“

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) nannte die Entscheidung schwer verständlich. „Denn bei den jetzigen Opel-Flächen, die der Stellantis-Konzern in Rüsselsheim verkaufen will, handelt es sich um eines der derzeit größten städtebaulichen Entwicklungsprojekte in Hessen“, sagte er.

Die Stadt Rüsselsheim will nun mit „stadtbaulichen Maßnahmen ihre strategischen Stadtentwicklungsziele sichern“, wie sie erklärte. Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz kündigte an, mit der Stadt weiterhin eng zusammenarbeiten zu wollen. „Natürlich ist es uns auch zukünftig sehr wichtig, bei diesem Projekt an einem Strang zu ziehen. Schließlich bietet es eine enorme Chance der Weiterentwicklung - nicht nur für uns, sondern auch für die Stadt.“ Das Unternehmen geht bei der Zusammenarbeit mit einem externen Investor von Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe aus.

Opel ist die einzige deutsche Marke im Autokonzern Stellantis, der aus der Peugeot-Mutter PSA und Fiat-Chrysler entstanden war. In Rüsselsheim befinden sich die Konzernzentralen von Opel und Stellantis Deutschland, zu der ein riesiges Opel-Werksgelände zählt. Stellantis plant dort für die künftige deutsche Unternehmenszentrale einen CO2-neutralen Campus, der bis 2025 fertiggestellt sein soll. dpa

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