Cornelius Bohl im Gespräch

Deutschlands Chef-Franziskaner fordert: „Priesteramt für Frauen öffnen“

Zwei Hände über einem Kelch.
+
Pater Cornelius Bohl spricht sich dafür aus, das Priesteramt in Zukunft für Frauen zu öffnen. (Symbolbild)

Vor 800 Jahren siedelten sich Franziskaner erstmals dauerhaft in Deutschland an. Der oberste Franziskaner in Deutschland, Pater Cornelius Bohl, spricht sich für Reformen in der Kirche aus.

Fulda - „Ich kann mir gut vorstellen und wäre dafür, das Priesteramt in Zukunft auch für Frauen zu öffnen“, sagt Pater Cornelius Bohl im Interview mit der Fuldaer Zeitung. Bohl, gebürtig aus Fulda, erklärt mit Blick auf den heiligen Franziskus: „Kirche muss sich immer reformieren.“ Seit 800 Jahren gibt es Franziskaner in Deutschland. In Fulda ist der Orden seit 1237 ansässig. „Der Frauenberg hat an sich eine große geschichtliche Bedeutung“, betont Pater Cornelius Bohl.
Wie er die Zukunft der Franziskaner auf dem Frauenberg sieht, verrät der Chef-Franziskaner im Interview auf fuldaerzeitung.de*.

„Wir Franziskaner sind in Provinzen organisiert. Früher war der Frauenberg der Sitz der Thüringischen Provinz. Von hier sind Brüder in die Mission gegangen, etwa nach Japan. Vor elf Jahren haben sich die vier Franziskanerprovinzen in Deutschland vereinigt. In der großen deutschen Provinz mit 28 Häusern hat der Frauenberg ein wenig an Bedeutung verloren, doch ist er ein markanter, spiritueller Ort, der mitten in Deutschland liegt. Er eignet sich auch ideal für Treffen der Brüder“, sagt Bohl im Bezug auf die Relevanz des Frauenbergs für die Franziskaner in Deutschland. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.