Wohnen

Frankfurt-Sachsenhausen: Fritz-Kissel-Siedlung soll aufgestockt werden

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Da geht noch was drauf: Fritz-Kissel-Siedlung in Sachsenhausen.

Die Aufstockung des Quartiers in Sachsenhausen mit heute 3700 Bewohnern ist geplant.

Um rasch dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, soll die Fritz-Kissel-Siedlung im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen verdichtet und aufgestockt werden. Das bestätigte Wohnungsdezernent Mike Josef (SPD) im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Eigentümer des Quartiers, die Nassauische Heimstätte und die Vonovia, hatten zuvor die 3700 Bewohner mit Flugblättern über eine mögliche Verdichtung informiert.

Wie Wohnungsdezernent Josef sagte, sind die Wohnungsgesellschaften mit der Überlegung, zu verdichten, an die Stadt herangetreten. Es gebe Gespräche mit dem Wohnungsdezernat, aber noch keinen Bauantrag der Eigentümer. Nach Josefs Worten geht es um eine „reine Dachaufstockung“. Demnach sollen die heute drei- bis viergeschossigen Wohnblocks der Siedlung um „überwiegend“ eine Etage wachsen.

Josef machte deutlich, dass die gegenwärtige Verdichtung der Platensiedlung in Ginnheim das Modell auch für Sachsenhausen sein soll. Das bedeute: Es dürfe keine Erhöhung der Mieten bestehender Wohnungen in Folge der Aufstockung geben.

Gebäude stehen unter Denkmalschutz

„Wir werden auch nicht zulasssen, dass die Freiflächen zwischen den Häusern zugebaut werden; die Grünflächen müssen erhalten werden“, versprach der Stadtrat.

Die Kissel-Siedlung liegt im Südwesten Sachsenhausens. Sie wird von der Mörfelder Landstraße im Norden, von der Main-Neckar-Bahnlinie im Westen und dem Ziegelhüttenweg im Süden und Osten begrenzt.

Die Siedlung entstand in der ersten Hälfte der 50er Jahre mit Geld aus Programmen des sozialen Wohnungsbaus. Der ursprüngliche städtebauliche Entwurf geht sogar noch auf die 20er Jahre zurück.

Die Blocks stehen heute unter Denkmalschutz. Damit sind die Möglichkeiten, mit Umbauten in die Substanz einzugreifen, recht begrenzt.

Wohnungsdezernent Josef versprach den betroffenen Menschen in Sachsenhausen die bestmögliche Information über die Verdichtungspläne. Es werde Mieterversammlungen geben. „Wir wollen den Menschen alle Befürchtungen nehmen“, sagte der Stadtrat. In der Platensiedlung allerdings, die als Vorbild dient, regt sich durchaus Protest gegen die dort bereits begonnene Nachverdichtung.

In der Kissel-Siedlung sind die Blöcke im Durchschnitt drei bis vier Etagen hoch. Entlang der Bahnlinie finden sich allerdings auch drei Häuser mit acht Geschossen.

Und an der zentralen Kreuzung stehen Wohnhäuser mit sechs Etagen. Insgesamt gibt es in dem Quartier 2330 Wohnungen.

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