Schulverweigerung: Dudek-Prozess auf Montag vertagt

Eschwege. Die erneute Verhandlung über die Schulverweigerer-Familie Dudek aus Archfeld vor dem Landgericht Kassel ist am Donnerstag ohne Urteilsspruch auf den kommenden Montag vertagt worden.

In dem Verfahren soll unter anderem das Strafmaß für die beiden Eltern Rosemarie und Jürgen Dudek neu festgesetzt werden, die zuvor vom gleichen Gericht zur Zahlung von je 60 Tagessätzen zu je einem Euro verurteilt worden waren.

Der Rechtsanwalt der Dudeks, Dr. Andreas Vogt, stellte während der Verhandlung am Donnerstag den Antrag, der zuständige Staatsanwalt müsse ausgewechselt werden.

Vogt unterstellte, der Staatsanwalt führe einen persönlichen Rachefeldzug gegen die Dudeks. „Er will partout keine Einstellung des Verfahrens“, so Vogt gestern direkt im Anschluss der Verhandlung. Heute wird der zuständige Oberstaatsanwalt über den Antrag der Dudeks entscheiden. In dem laufenden Verfahren geht es vor allem darum, ob die Strafe möglicherweise für die beiden Eltern abgemildert wird und wer die Prozesskosten des Revisionsverfahrens zu tragen hat.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte im vergangenen Oktober der Revision der Dudeks stattgegeben und eine erneute Bewertung des Strafmaßes gefordert.

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