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Schwesta Ewa über ihre Zeit in Haft: Rap-Ikone aus Frankfurt bricht in Tränen aus

Frankfurts Rap-Star Schwester Ewa: In der sechsteiligen Dokumentation „Schwesta Ewa - Rapperin. Häftling. Mutter.“ wird die 36-Jährige nach ihrer Haftentlassung von einem Kamerateam begleitet.
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Frankfurts Rap-Star Schwester Ewa: In der sechsteiligen Dokumentation „Schwesta Ewa - Rapperin. Häftling. Mutter.“ wird die 36-Jährige nach ihrer Haftentlassung von einem Kamerateam begleitet.

Sie ist eine der authentischsten Rap-Stars im Hip-Hop-Geschäft: Schwesta Ewa. Eine Dokumentation beweist es und erzählt das Leben der Frankfurter Rotlichtgröße.

Frankfurt – Das Rap-Geschäft ist auch ein Geschäft der Inszenierung. Gerade im Gangster-Rap gehört es zum guten Ton, von Verbrechen, Gewalt und Drogen zu erzählen. Je authentischer, desto besser. Wer könnte besser darüber berichten als eine, die selbst im Sog der Frankfurter Rotlicht-Szene zu Hause war?

Schwesta Ewa, ursprünglich aus Polen eingewandert, kennt dieses Leben schon, seit sie 16 ist. Zunächst arbeitete sie als Prostituierte in Kiel, ab 2004 dann in Frankfurt*. Später begann ihr Aufstieg zu einer der bekanntesten Rapperinnen Deutschlands. Ihr altes Leben hat sie niemals ganz losgelassen. In einer sechsteiligen Dokumentation auf TVNow erzählt sie von Gewalt, Prostitution, Gefängnis und der Geburt ihrer Tochter Aaliyah.

„Schwesta Ewa – Rapperin. Häftling. Mutter.“: Vorwürfe des Menschenhandels

Das Leben der 36-Jährigen war wild. Nach ihrer Zeit als Prostituierte übernahm sie 2015 die Stoltze Bar in Frankfurt. Gleichzeitig stieg sie im Rap-Geschäft auf, schaffte es mit „Aaliyah“ auf Platz fünf der Deutschen Albencharts. Wegen ihrer großen Bekanntheit wandten sich junge Frauen an sie, um als Prostituierte im Rotlicht-Milieu Geld zu verdienen. Daraus entwickelte sich ein „illegaler Escortservice“, wie Schwesta Ewa in der Doku erzählt.

Der Rapstar verdiente gutes Geld. Sie vermittelte die Frauen, managte ihre Termine, mietete Hotelzimmer an, kümmerte sich um die Sicherheit ihrer „Mädchen“. Doch das konnte nicht ewig gut gehen: Eine Frau, die Schwesta Ewa nicht beschäftigen wollte, wandte sich letztendlich an die Behörden. Schließlich wurde Schwesta Ewa 2016 festgenommen, verbrachte einige Monate in U-Haft. Zwangsprostitution und Menschenhandel stand als Anklage im Raum, verurteilt wurde sie 2019 wegen Steuerhinterziehung und Körperverletzung zu zweieinhalb Jahren Haft*. Die Vorwürfe der Zuhälterei und des Menschenhandels wies das Landgericht in Frankfurt als nicht erwiesen ab.

Doku über Schwesta Ewa: Frankfurter Rapperin kommen in Interview die Tränen

Ein weiteres Drama in ihrem Leben: Ein Jahr vor ihrem Haftantritt im Januar 2020 brachte Schwesta Ewa ein Kind zur Welt. Ihre Tochter durfte sie zunächst nicht mitnehmen, erst als sie im Juni 2020 in den offenen Vollzug wechselte, war sie wieder mit ihrer Tochter vereint. Die Trennung zu ihrer Tochter geht Schwesta Ewa immer noch sehr nahe. In einem Interview mit RTL kann sie kaum darüber sprechen. Der sonst so selbstbewussten Rapperin kommen die Tränen, als sie auf die Zeit in Haft angesprochen wird – und die damit verbundene Trennung zu ihrer Tochter.

In der Reihe „Schwesta Ewa – Rapperin. Häftling. Mutter.“ wird die 36-Jährige von TVNow bei ihrem Neubeginn nach der Haftentlassung im Februar 2021 von einem Kamerateam begleitet. Neben ihr kommen Rapper und Produzenten wie Xatar und SSIO zu Wort, auch ihr persönliches Umfeld erzählt Aspekte ihrer Geschichte. Zu sehen ist die Dokumentation ab Donnerstag (29.07.2021) bei TVNow.

Vor wenigen Tagen machte Schwesta Ewa wieder Schlagzeilen. Während ihrer Haft kam ihre Tochter in die Obhut einer ihrer Freundinnen. Die Rapperin macht ihr große Vorwürfe: Die Freundin soll ihre Tochter schlecht behandelt haben*. (spr)*fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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