Corona-Regeln an Silvester 2020

Böllerverbot an Silvester: Welche Städte und Kreise in Hessen betroffen sind

In weiten Teilen von Hessen herrscht an Silvester Böllerverbot. Eine Übersicht, welche Gebiete betroffen sind. 

  • Zur Eindämmung des Coronavirus gilt zu Silvester auch in Hessen ein Feuerwerksverbot.
  • Böller und Raketen dürfen nicht an „publikumsträchtigen Plätzen“ gezündet werden.
  • Ein Landkreis in Südhessen hat das Zünden von Feuerwerk sogar auf dem eigenen Grundstück verboten.

Update vom Mittwoch, 30.12.2020, 10.15 Uhr: Nun hat auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf ein Feuerwerksverbot für Silvester 2020* beschlossen. Der Kreis hat eine neue Allgemeinverfügung erlassen, in der eine weitere Corona-bedingte Einschränkung für Silvester und Neujahr gesetzt wird. Demnach ist Feuerwerk und „Böllern“ im öffentlichen Raum verboten. Wörtlich heißt es: „Am 31. Dezember 2020 und am 1. Januar 2021 wird das Abbrennen von Feuerwerkskörpern im öffentlichen Raum im Landkreis Marburg-Biedenkopf untersagt.“

Feuerwerksverbot im Kreis Marburg-Biedenkopf: Empfehlung im privaten Raum

In Marburg und Umgebung ist es theoretisch erlaubt, Feuerwerk an Silvester etwa im eigenen Garten zu zünden. Der Kreis rät davon aber ab. Insbesondere sollen dadurch Verletzungen durch Raketen und Böller vermieden werden, um so keine Überlastungen der Notaufnahmen der Krankenhäuser zu riskieren.

Böllerverbot in Hessen: Frankfurt erlässt „Feuerwerk-Sperrzonen“

Update vom Mittwoch, 23.12.2020, 18.30 Uhr: Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie hat nun auch die Stadt Frankfurt per Allgemeinverfügung für viele Bereiche der Stadt ein öffentliches Feuerwerksverbot ausgesprochen. Sicherheitsdezernent Markus Frank sagte: „Ich bin mir sicher, dass wir hierdurch zwar einen schmerzlichen aber unverzichtbaren Weg gehen, damit wir alle in ein besseres und gesünderes Jahr 2021 starten können.“

In der Mainmetropole trafen sich in den Jahren zuvor tausende Menschen an vielen Plätzen in der Innenstadt. Aufgrund der hohen Verletzungsgefahr gab es an einigen Plätzen bereits im vergangenen Jahr Feuerwerksverbote. In der Pandemie will die Stadt unbedingt vermeiden, dass sich zu viele Menschen auf engem Raum versammeln. Um das Infektionsrisiko zu senken, spricht die Stadt Frankfurt daher ein Verbot von Feuerwerk in zahlreichen Bereichen* aus. Das Böllerverbot gilt vom 31.12.2020 um 18 Uhr bis zum 1.1.2021 um 3 Uhr.

Feuerwerksverbot in Hessen: Kreis Offenbach ergreift drastische Maßnahme

+++ 19.48 Uhr: Als Reaktion auf die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen hat nun auch der Kreis Offenbach ein Feuerwerksverbot erlassen*. Damit ist im gesamten Kreisgebiet sowohl an Silvester als auch an Neujahr das Abbrennen von Feuerwerk offiziell verboten. Der Kreis Offenbach hatte das Feuerwerksverbot im Rahmen der neuesten Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Pandemie erlassen.

Erstmeldung vom Freitag, 18.12.2020: Frankfurt – Auch wenn der Verkauf von Pyrotechnik in diesem Jahr bundesweit prinzipiell verboten ist: Der ein oder andere Hesse wird Raketen, Böller und Co. aus vergangenen Jahren im Keller haben und sich fragen, wo er sie an Silvester in diesem Jahr gen Himmel schießen darf.

In einigen hessischen Städten und Landkreisen gilt an Silvester ein Böllerverbot.

Corona und Silvester: Kein generelles Verbot für Feuerwerk in Hessen

Leicht zu beantworten ist die Frage nicht. Im Zuge des harten Corona-Lockdown* zur Eindämmung des Coronavirus gilt zwar kein generelles Böllerverbot, jedoch ein Feuerwerksverbot auf „publikumsträchtigen“ Plätzen. Das hatte die Bundesregierung gemeinsam mit den Bundesländern am 13. Dezember 2020 beschlossen. Ebenso gilt ein An- und Versammlungsverbot.

Darüber hinaus raten sowohl die Bundesregierung als auch die hessische Landesregierung vom Zünden von Silvesterfeuerwerk dringend ab, um die Verletzungsgefahr zu minimieren und das Gesundheitssystem nicht weiter zu belasten.

Silvester 2020: Kreis Groß-Gerau verhängt wegen Corona komplettes Feuerwerksverbot

Die ersten Kreise und Städte in Hessen haben auf das Feuerwerkverbot an Silvester bereits reagiert. Der Kreis Groß-Gerau hat mittlerweile entschieden, das Zünden von Feuerwerkskörpern im gesamten öffentlichen Raum zu untersagen. Und drängt darauf, in diesem Jahr auch im privaten Raum kein Feuerwerk zu zünden.

Nicht ganz so strikt ist die Stadt Eschborn. Sie hat einige Plätze für die Stadt selbst und den Stadtteil Niederhöchstadt ausgemacht, an denen böllerfreie Zone ist. Dies betrifft folgende Areale: Rathausplatz Eschborn und rund um das Rathaus, Eschenplatz, Hanny-Franke-Anlage, Süd-West-Park, Unterwiesen bis zum S-Bahnhof Süd sowie Oberwiesen, Hunsrückstraße und Feldgemarkung entlang der L3006 in Richtung Steinbach.

Wo darf geböllert werden?
Kreis Groß-GerauEs gilt ein komplettes Verbot für den gesamten Kreis
EschbornEs gelten Teil-Verbote für einige Plätze
WiesbadenEs gelten Teil-Verbote für einige Plätz

Auch für den Eschborner Stadtteil Niederhöchstadt gelten raketenfreie Zonen: Montgeronplatz, Skulpturenpark bis Langer Weg, Platz an der Linde sowie Weidfeldstraße und angrenzende Feldgemarkung.

Silvester im Corona-Jahr 2020: Wiesbaden verbietet Feuerwerk an einigen Plätzen

Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden hat bereits das zentrale Feuerwerk am Bowling Green vor dem Staatstheater abgesagt. Darüber hinaus gibt es zwar kein generelles Verbot für private Feuerwerke in Wiesbaden, aber Verbote für einige „publikumsträchtige“ Plätze: das Bowling Green, Kranzplatz, Platz der Deutschen Einheit, Schlossplatz, Dernsches Gelände und Kulturpark. Darüber hinaus gelten Feuerwerksverbote für das Rheinufer in Wiesbaden-Biebrich, begrenzt durch die Straße Am Parkfeld, die Rheingaustraße, die Wilhelm-Kopp-Straße. Ebenfalls nicht geböllert werden darf am Rheinufer in Mainz-Kastel.

In einigen Regionen in Hessen gilt ein komplettes Feuerwerksverbot an Silvester.

Die Stadt Frankfurt arbeitet derzeit noch an einer Verfügung, wie ein Sprecher sagte. Man konkretisiere die Bundesregelung. Die Verfügung werde Ende Dezember, voraussichtlich am 28. Dezember, veröffentlicht. Darüber hinaus hat die Stadt angekündigt, in der Silvesternacht unter anderem den Platz an der Hauptwache mit Video zu überwachen. (uf) *fr.de, fnp.de und op-online.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

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