GDL ruft zu Streik auf

Streik in Hessen: Massenhaft Zugausfälle - Bahnverkehr bleibt weiter eingeschränkt

Regionalzüge sind am frühen Mittwochmorgen (11.08.2021) vor dem Frankfurter Hauptbahnhof abgestellt zu Beginn eines bundesweiten 48-stündigen Streiks im Personenverkehr der Bahn und in der Bahn-Infrastruktur. Dazu hatte die Lokführergewerkschaft GDL ihre Mitglieder aufgerufen.
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Regionalzüge sind am frühen Mittwochmorgen (11.08.2021) vor dem Frankfurter Hauptbahnhof abgestellt zu Beginn eines bundesweiten 48-stündigen Streiks im Personenverkehr der Bahn und in der Bahn-Infrastruktur. Dazu hatte die Lokführergewerkschaft GDL ihre Mitglieder aufgerufen.

Der Bahnverkehr in Hessen ist zu weiten Teilen lahmgelegt. Es kommt zu Einschränkungen im Fern- und Regionalverkehr. Reisende müssen mit Zugausfällen rechnen.

Kassel - Der bundesweite Streik der Lokführer geht weiter: Am Donnerstag (12.08.2021) müssen Reisende sowie Pendlerinnen und Pendler in Hessen weiter mit massiven Einschränkungen des Bahnverkehrs rechnen.

Eine Bahnsprecherin konkretisierte: „Auch heute Morgen ist der Zugverkehr nach einem Ersatzfahrplan angelaufen.“ Reisende sollten sich auf längere Wartezeiten einstellen und die gewählte Verbindung vor der Abfahrt überprüfen. Das geht sowohl online als auch telefonisch.

Zugausfälle und massive Verzögerungen wegen Lokführer-Streik in Hessen

„Im Moment sind wir zuversichtlich, dass wir zumindest den Ersatzfahrplan auch heute einhalten können“, sagte die Sprecherin der Bahn. Man müsse aber abwarten, wie der Schichtwechsel ablaufe und sich der Tag entwickele.

Der Betrieb der S-Bahn Rhein-Main sei wegen des Streiks vorübergehend eingestellt worden. Von Zugausfällen und massiven Verzögerungen sei auch der Regionalverkehr der DB Regio betroffen. Laut einer offiziellen Mitteilung sollten Pendlerinnen und Pendler nach Möglichkeit auf die Züge anderer Anbieter oder auf Expressbusse umsteigen.

Streik in Hessen: GDL fordert Corona-Prämie für Mitarbeiter des Bahnverkehrs

Am Dienstag (10.08.2021) hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) eine Urabstimmung abgehalten - 95 Prozent der teilnehmenden Mitglieder hatten für einen Arbeitskampf abgestimmt. Benötigt waren 75 Prozent.

BezeichnungGewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)
FunktionDeutsche Gewerkschaft für das Eisenbahnpersonal der Eisenbahnunternehmen
Anzahl der MitgliederÜber 37.000 (2021)
VorsitzClaus Weselsky
Gründunsjahr1867

Nach der Abstimmung wurden die Mitglieder im Bahnkonzern zum Streiken aufgerufen. Zunächst erfolge die Bestreikung des Güterverkehrs am Dienstagabend. Seit Mittwochmorgen sind Fern- und Regionalverkehr von den bundesweiten Streiks betroffen. Der Streik soll 48 Stunden andauern. Die Deutsche Bahn hatte für Mittwoch und Donnerstag 75 Prozent ihrer Fernzüge gestrichen. GDL-Chef Weselsky machte die Deutsche Bahn für die Zugausfälle verantwortlich, denn seit Wochen habe sich das Angebot der DB nicht verbessert.

Eine Nullrunde im laufenden Jahr will die GDL nicht akzeptieren. Sie verlangt eine Corona*-Prämie von 600 Euro und Einkommenssteigerungen von insgesamt 3,2 Prozent bei einer Laufzeit von 28 Monaten. (jey/dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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