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Tausende machen Abi ohne durchgängigen Gymnasiumbesuch

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Tausende Schülerinnen und Schüler machen in Hessen ohne einen durchgängigen Besuch eines Gymnasiums ihr Abitur. Alleine im Schuljahr 2020/2021 seien es mehr als 5500 gewesen, heißt es in einer Antwort von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) auf eine Kleine Anfrage der FDP. Der größte Teil von ihnen habe zuvor in einer Realschule oder einem Realschulzweig oder in einer integrierten Gesamtschule gelernt.

Wiesbaden - Andere Absolventen seien zuvor aber auch an Förder- oder Hauptschulen gewesen.

Die höchste Zahl an Abiturienten ohne durchgängigen Besuch eines Gymnasiums gab es in den vergangenen Jahren im Schuljahr 2016/2017 mit 6442 Schülerinnen und Schülern.

Das Angebot in Hessen ermögliche einen Wechsel des Bildungsganges. So könnten Schüler mit einem qualifizierten Hauptschulabschluss in den Jahrgang zehn der Realschule und mit einem qualifizierten Realschulabschluss in die Oberstufe wechseln, heißt es beim Kultusministerium. Grundlage für einen qualifizierten Abschluss zum Beispiel in der Realschule ist in Hessen nach einer Verordnung der Notendurchschnitt oder auch die Lernentwicklung und Arbeitshaltung.

„Das Abitur aus unterschiedlichen Schullaufbahnen heraus erwerben zu können, ist ein wesentlicher Aspekt der Chancengerechtigkeit“, heißt es in der Antwort. Dies gehe im ersten Bildungsweg. „Darüber hinaus ermöglicht der zweite Bildungsweg Erwachsenen die Chance, frühere Bildungsentscheidungen im dreigliedrigen Schulsystem oder der Berufsausbildung auch später zu überdenken oder gänzlich neue Wege einzuschlagen.“ dpa

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