Auf dem Weg zu einem Freund

Rollstuhlfahrer unterschätzt Hitze - Polizist schiebt ihn einen Kilometer

Polizei
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Helfer in der Not: Ein Rollstuhlfahrer hat am Mittwoch den Besuchsweg zu einem Freund unterschätzt. Die Polizei Unterfranken half aus und schob den Mann bis zum Ziel. (Symbolfoto)

Dieser Besuch wäre beinahe gescheitert: Ein Rollstuhlfahrer aus Amorbach (Unterfranken) machte sich am Mittwochabend über eine Kreisstraße auf den Weg zu einem Freund. Allerdings hatte er die Strecke und die Hitze unterschätzt.

Amorbach/Weilbach - Wie Polizeisprecher Philipp Hümmer auf Nachfrage von fuldaerzeitung.de bestätigt, hatten sich am Mittwoch gegen 19 Uhr mehrere Verkehrsteilnehmer telefonisch gemeldet und sich besorgt über einen Rollstuhlfahrer* auf der Kreisstraße zwischen Amorbach und Weilbach (Unterfranken*) geäußert. Eine Streife machte sich sofort auf den Weg, und es dauerte nicht lange, bis sie den Mann auf der entsprechenden Strecke ausfindig machte. Vor Ort erfuhren die Streifenpolizisten auch den Grund für die wagemutige Fahrt des Mannes: Er hatte geplant, einem Freund im Nachbarort Weilbach einen Besuch abzustatten.

Die harmlose Unternehmung entpuppte sich aber schon bald als zu viel für den Rollstuhlfahrer. Neben der Länge der Strecke - die Kreisstraße zwischen den beiden Orten ist drei Kilometer lang - machte vor allem die Wärme dem Mann zu schaffen. „Außerdem schien ihm der sichere Fußgängerweg, der die Orte verbindet, nicht geläufig“, erklärte die Polizei. Aus diesem Grund schob ein Beamter den Mann den restlichen Kilometer der Kreisstraße in Richtung Weilbach, während sein Kollege den ungewöhnlichen Transport mit dem Streifenwagen bis ans sichere Ziel begleitete. Auf fuldaerzeitung.de* sehen Sie ein Foto des Rollstuhlfahrers und des hilfreichen Polizisten. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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