Unwetter richten erneut Schäden in der Region an

Kassel. Sturm und Regenfluten haben in der Nacht zum Freitag vor allem in Nord- und Mittelhessen erneut große Schäden angerichtet. Ein Supermarkt brannte, Bäume stürzten um, Keller wurden überflutet.

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In der Region war der Schwalm-Eder-Kreis besonders stark betroffen. 576 Rettungskräfte der Feuerwehren waren an 226 Orten im Einsatz, teilte der Vize-Kreisbrandinspektor Dieter Ide von der Leitstelle Schwalm-Eder mit. In Kassel überflutete das Unwetter nach Angaben der Polizei Keller und ließ Ampeln ausfallen. Allein im Kreis Marburg-Biedenkopf mussten die Feuerwehren mehr als 100 Mal zu Hilfseinsätzen ausrücken, wie ein Sprecher des Kreises am Freitag berichtete. Bei Wasenberg wurde ein mit Benzin beladener Tanklastzug von umstürzenden Bäumen getroffen. Der Fahrer erlitt dabei leichte Verletzungen. Zwischen Marburg und Kassel musste der Eisenbahnverkehr nach Angaben eines Bahnsprechers wegen Sturmschäden an der Oberleitung eingestellt werden. Auch in anderen Teilen Mittelhessens war der Zugverkehr massiv gestört.

Im Vogelsberg blockierten umgestürzte Bäume die Straßen. Mindestens vier Bundes- und Landstraßen wurden dort komplett gesperrt, wie die Polizei in Alsfeld mitteilte. An der Grundschule Wittelsberg in Ebsdorfergrund bei Gießen fiel der Unterricht wegen eines Wasserschadens am Freitag aus.

In Frankfurt stellten die Verkehrsbetriebe die Straßenbahn-Linie 14 nach Neu-Isenburg wegen umgestürzter Bäume teilweise ein. Der Frankfurter Flughafen blieb unterdessen von den Unwetter weitgehend verschont: Flugausfälle gab es nach Darstellung eines Sprechers keine. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach hatte bereits am Donnerstag für die Nacht die höchste Warnstufe ausgerufen. (dpa/hco)

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