Weihnachten

Frankfurter Weihnachtsmarkt 2021: Er wird größer und anders als alle zuvor

Ein Gedränge wie hier noch 2019 auf dem Römerberg wollen die Verantwortlichen in diesem Jahr vermeiden.
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Ein Gedränge wie hier noch 2019 auf dem Römerberg wollen die Verantwortlichen in diesem Jahr vermeiden.

Die Stadt Frankfurt schafft für den Weihnachtsmarkt 2021 größere Flächen - auch der Roßmarkt wird mit einbezogen. Einige Standbetreiber haben trotzdem bereits abgesagt.

Frankfurt ‒ Der Weihnachtsmarkt in Frankfurt wird größer werden als je zuvor. Und anders als alle zuvor: Die städtische Tourismus und Congress GmbH Frankfurt (TCF), die den Weihnachtsmarkt ausrichtet, nimmt als zusätzliche Ausstellungsfläche den Roßmarkt hinzu. Damit erstreckt sich der Markt vom Roßmarkt über die Zeil hinunter zum Römerberg und dem Main.

Es liegt allerdings daran, dass zwischen den Verkaufsständen mehr Platz geschaffen werden muss. „Es werden auch nicht so viele Stände sein wie 2019“, sagte Thomas Feda, Geschäftsführer der TCF, der Frankfurter Neuen Presse. Alles steht im Zeichen von Corona* Es wird keine Bühne geben, um dichtes Zusammenstehen der Besucher zu vermeiden, und aus dem gleichen Grund wird auch die Eröffnungsfeier ausfallen. Gedränge an den Ständen wie am Römerberg in den Vorjahren, das soll es 2021 nicht geben. Ein Trost bleibt: Das Karussell auf dem Römerberg wird voraussichtlich wieder aufgebaut.

Corona in Frankfurt: Weihnachtsmarkt 2021 noch „unter Vorbehalt“

2020 ist der Weihnachtsmarkt in Frankfurt* wegen Corona ausgefallen. Auch ob er 2021 stattfinden wird, kann nicht garantiert werden. „Wir sind sehr optimistisch und arbeiten mit allen Kräften daran“, so Feda. Bei den Vorbereitungen sei stets auch das Gesundheitsamt beteiligt. Trotzdem könne nicht abschließend beurteilt werden, ob neue Corona-Verordnungen vor Eröffnung des Marktes am 22. November noch weitere Änderungen erforderlich machen. „Es steht alles unter einem gewissen Vorbehalt“, sagte er knapp drei Wochen vor der geplanten Eröffnung.

„Das Mehr an Fläche bedeutet vor allem mehr Verkehrsfläche für die Gastronomiebetriebe“, sagte Feda. Hier werden zwei Dinge anders sein als noch 2019: Es werde, so Feda, keine eigenen Gasträume geben, und zudem sollen die Verkehrsflächen, wo die Gäste ihren Glühwein trinken, nicht an den Wegen liegen. Gedränge und „Pfropfen“ sollten in jedem Falle vermieden werden, notfalls auch, indem Ordnungskräfte den Fußgängerverkehr an Ständen regeln und die Wartenden anweisen, ihre Masken aufzusetzen.

Weihnachtsmarkt in Frankfurt 2021: 2G-Zonen für die Gastronomie

Zugangskontrollen soll es nicht geben, aber es sei geplant, 2 G-Zonen einzurichten, die dann kontrolliert werden - also abtrennbare Flächen, auf die nur darf, wer seinen Impfstatus nachweisen kann beziehungsweise genesen ist. Dies könnte vor allem die Gastronomie betreffen.

Für die TCF bedeutet all dies höhere Kosten, wie auch schon bei der Dippemess‘. „Wir rechnen mit 50 Prozent an Mehrkosten, weil wir weiteres Personal benötigen“, sagte Feda. Diese Kosten könne man nicht vollständig auf die Betreiber umlegen, denn diese hätten ebenfalls höhere Kosten, weil sie ihre Verkehrszonen überwachen müssten.

Frankfurter Weihnachtsmarkt: Hoffen auf Umsatz in Millionenhöhe

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist ein Begriff geworden für die gesamte Region. Bis zu drei Millionen Besucher wurden in den Vorjahren gezählt und Feda schätzt, dass der Einzelhandel, der Nahverkehr, die Gastronomie rund um die Verkaufsstände von dem Markt mit einem zusätzlichen Umsatz in zweistelliger Millionenhöhe profitierten.

In der Vorbereitung ist Kommunikation alles: Das Team der TCF hat ständig Sitzungen mit der Polizei wegen der Sicherheits- und Anti-Terror-Maßnahmen, mit dem Gesundheitsamt und allen anderen, die beteiligt sind.

„Wir sind gut vorbereitet, die Aufträge sind schon vergeben, die Verträge mit den Standbetreibern sind versendet. Wir sind sehr optimistisch“, sagte Feda. Und das trotz des Umstandes, dass einige Verkaufsstände schon absagen mussten - nicht wegen Corona, sondern weil sie keine Ware bekommen haben, die sie verkaufen könnten. Der schleppende Güterverkehr aus Fernost wirkt sich hier aus. (Thomas J. Schmidt)

Der erste und höchste Weihnachtsmarkt Frankfurts* hat bereits seit Ende Oktober geöffnet: Ohne Maske und Abstand können Besucher hier heißen Glühwein und einen sensationellen Blick auf die Skyline genießen. *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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