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Kälteeinbruch durch Polarluft: Gibt es doch noch weiße Weihnachten?

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Von: Caspar Felix Hoffmann

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Wetter-Experten erwarten das winterliche Tief „Birgit“ in Deutschland. Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee sind möglich – gibt es doch noch weiße Weihnachten?

Kassel – Nun macht sich die Kälte breit. Die kommt ab dem dritten Advent (11. Dezember) so richtig auf Touren und bleibt dann wohl mindestens bis Heiligabend erhalten, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber wetter.net. Tagsüber gebe es dann in Deutschland fast überall Dauerfrost. Nachts sinken dem Meteorologen zufolge die Werte auf bis zu minus 10 Grad, bei Schnee seien sogar bis zu minus 20 Grad möglich. Der Dezember sei zuletzt im Jahr 2010 so winterlich gewesen.

Grund dafür ist das winterliche Tief „Birgit“, das derzeit über Europa zieht. Diese Kälte halte sich dann einfach tagelange im Land. Der Energieverbrauch dürfte damit unmittelbar vor Weihnachten schlagartig ansteigen – und dann auch erstmal sehr hoch bleiben. Eine deutliche Milderung sei bis Weihnachten nicht in Sicht. Zwischendrin zögen ab und zu Höhentiefs vorüber, die brächten regional Schnee, und der bleibe dann auch direkt liegen.

Von Raureif überzuckerte Bäume spiegeln sich im Küchengraben der Karlsaue in Kassel. Gibt es vor Weihnachten noch Schnee?
Von Raureif überzuckerte Bäume spiegeln sich im Küchengraben der Karlsaue in Kassel. © Uwe Zucchi/dpa

Weiße Weihnachten: Gibt es bis zu 20 Zentimeter Neuschnee?

Die ersten Schneefälle setzen bereits am Freitag (9. Dezember) ein, zunächst aber vor allem in den Alpen, erklärt Diplom-Meteorologe Jan Schenk auf The Weather Channel. In den bayerischen Alpen seien bis zu 20 Zentimeter Neuschnee möglich. Ab Sonntag (11. Dezember) breite sich die Schneedecke dann aus. Auch der Rest von Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen und Teile von Hessen und Rheinland-Pfalz könnten etwas von dem Schnee abbekommen.

Ab Montag (12. Dezember) werde es spannend: Kalte Polarluft ziehe nach Deutschland, und in gleicher Höhe bewege sich das Schneetief „Birgit“ in Richtung Osteuropa. „Die Wetterentwicklung nach Sonntag (11. Dezember) ist noch nicht ganz sicher, aber wir wissen, dass es kalt bleibt und dass es weiter schneien wird“, sagt Schenk. Denn die weitere Entwicklung hänge davon ab, wie weit das Tief nach Deutschland kommt.

Wetter in Deutschland: Schneelage zu Weihnachten so gut wie seit Jahren nicht mehr

Das bedeutet, dass die Chancen auf weiße Weihnachten nicht schlecht stehen. Jung sieht in den Berechnungen für die nächsten Tage noch kalten und leichten Dauerfrost. Ob das bis Weihnachten anhält, ist allerdings noch ungewiss, „aber nicht unmöglich“, sagt der Meteorologe. Die Schneelage zu Weihnachten sei so gut wie seit Jahren nicht mehr.

Jung weist in seiner Prognose auch darauf hin, dass um den vierten Advent (18. Dezember) mildere Luftmassen zu erwarten sind. Zum Weihnachtsfest hin werde es dann aber wieder kälter. Für eine genauere Prognose müsse man sich aber noch etwas gedulden. Ab der Woche vom 12. Dezember sollte der Weihnachtstrend schließlich deutlich sichtbar sein. (cas)

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