Wohnzimmeratmosphäre in der Innenstadt

Winterkonzert im Dock 4: Von Hip-Hop bis Indie-Pop

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Klasse im Dock 4: Rapper taghediieb Lars (links) und Cihan, nicht auf dem Foto ist Rocko.

Am Samstag fand das langersehnte Winterkonzert im Dock 4 in Kassel statt. Mehrere Newcomer, darunter auch aus der Region, spielten vor ausverkauftem Haus.

  • Winterkonzert im Dock 4 war schon länger ausverkauft
  • Emotionaler Rap und akustische Sets waren Teil des Konzerts
  • Newcomer sorgen für angenehme Wohnzimmeratmosphäre 

Dass das Zwischen-Deck-und-Tape-Winterkonzert am Samstagabend im Dock 4 lange vor Beginn ausverkauft war, freute den Veranstalter Martin Rabich vom Verein ZwischenDECKundTAPE zur Förderung der Musikkultur in Kassel, „weil sie hier schon mit nur 20 Leuten gesessen haben, obwohl es natürlich kein schönes Gefühl ist, jemanden nach Hause schicken zu müssen.“

Konzert in Kassel: Regionale Newcomer waren dabei

Diejenigen, die drin waren, konnten sich über ein „buntes Programm von Hip-Hop bis Indie-Pop“ freuen. Mit dem Kasseler Rapper taghediieb gab es gleich zu Beginn nachdenklichen Rap zwischen hochgestochenen Wortspielen und generischer Szenesprache, emotional vorgetragen. Unterstützt wurde der Rapper dabei von Jihan an der Gitarre, der auch Refrains sang und Rocko an den Decks und der Beatbox.

Danach wurden Couch, auf der es vor jedem Auftritt erst ein kleines Interview mit dem jeweiligen Künstler durch Moderator Rabisch gibt, und natürlich Bühne frei für die Indie-Pop-Band Margo aus Kassel und Fritzlar, bestehend aus Jasmin Schulz, Dominik Dubik und Marius Lürig.

Konzert in Kassel: Sets passten sich der Atmosphäre an

Für ihr zweites Konzert in Kassel hat die Band aufgrund der Wohnzimmeratmosphäre des Zwischendecks extra ein akustisches Set aus weiblichem Gesang, E-Drums und Gitarre erstellt. Sonst sind sie es gewohnt, ihre deutschsprachigen Songs, die Sehnsüchte junger Menschen mit viel Pathos aufbereitet, zu thematisieren, viel lauter zu spielen. Mit „Goldene Straßen“ erscheint demnächst ihre erste Single.

Konzert in Kassel: Die Musik spricht für sich

Der letzte Künstler des Abends war der Würzburger Singer/Songwriter Jakob, der nicht so gern redet, sondern lieber seine Musik spielt. Dementsprechend fielen seine Ansagen kurz aus.

Auf eines legte er aber wert, als er sich nach einer Strecke an Akustikgitarre und Loopmaschine für ein paar seiner englischsprachigen Lieder ans Klavier setzte: aufmerksam zuhören. Jakob, der sich den leisen Tönen verschrieben hat, wartete aber mit einer Stimme auf, die Kapazitäten erahnen lässt.

Konzert in Kassel: Music-Acts haben es in Nordhessen oft schwer

„Fehlendes Know-how und Geld“ seien einige der Gründe, warum sich Musiker in Kassel oft schwertun. Trotz dessen wird unter anderem der weltbekannte DJ Paul Kalkbrenner im Mai auf der Karlswiese auflegen.

Von Linda Stederoth

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