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Löwenburg im Kasseler Bergpark: 10.000 Besucher seit Wiedereröffnung

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Von: Thomas Siemon

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Attraktion im Bergpark Wilhelmshöhe: Die Löwenburg in Kassel.
Attraktion im Bergpark Wilhelmshöhe: Die Löwenburg in Kassel ist nach langer Sanierung seit Mitte Juli wieder in größeren Bereichen für Besucher geöffnet. © Andreas Fischer/Skypic

Die Löwenburg im Bergpark Wilhelmshöhe hat sich seit der Wiedereröffnung Mitte Juli zu einem Besuchermagneten entwickelt. Die MHK verlängert deshalb das Angebot an Führungen.

Kassel – Auf den Turm wollen fast alle, das Innenleben des historischen Gemäuers begeistert die Besucher. So könnte man die ersten Erfahrungen mit der vor vier Monaten wiedereröffneten Löwenburg zusammenfassen. „Es läuft einfach super“, sagt Lena Pralle, die Sprecherin der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK).

Seit dem Neustart im Bergpark Mitte Juli waren 10 000 Menschen auf der Löwenburg. Und das sind nur diejenigen, die eine Führung gebucht haben. Wie viele nur mal von außen einen Blick auf die Burg geworfen haben, ist in keiner Statistik vermerkt.

Einige davon dürften sich allerdings geärgert haben, dass sie keinen Termin für eine Führung hatten. Es gebe immer noch Besucher, die es einfach auf gut Glück versuchen, sagt Lena Pralle. Das klappt in der Regel nicht. Denn obwohl es jede Stunde eine Führung gibt, sind die fast immer ausgebucht. Zwei Tage Vorlauf müsse man schon einplanen. Freie Termine könne man im Internet auf der Homepage der MHK finden. Oder sich telefonisch beim Besucherdienst anmelden.

Weil der Andrang bisher so groß war, hat die MHK bei der Löwenburg noch keine Winteröffnungszeiten eingeführt. Das ist in anderen Einrichtungen seit dem 1. November der Fall. Für die Burg hätte das bedeutet, dass sie nur noch am Wochenende freitags bis sonntags geöffnet wäre.

Die Nachfrage nach Führungen ist aber weiterhin sehr groß. Bis Januar bleibt es deshalb bei der Öffnung dienstags bis sonntags. Es geht wie bisher um 10 Uhr morgens los. Wegen der früher einbrechenden Dunkelheit ist allerdings um 16 statt um 17 Uhr Feierabend. Die letzte Führung beginnt um 15 Uhr. Das kostet 6 Euro (ermäßigt 4 Euro). Wer auf den Turm will, zahlt dafür 2 Euro.

Tolle Wandteppiche, edles Mobiliar: Blick in die Innenräume der Löwenburg in Kassel.
Tolle Wandteppiche, edles Mobiliar: Blick in die Innenräume der Löwenburg in Kassel. © Dieter Schachtschneider

Doch warum kann man sich in der Löwenburg nicht auch ohne Begleitung umsehen? „Das hat konservatorische Gründe“, sagt Lena Pralle. Bei den Führungen werden die Besucher eindringlich darauf hingewiesen, auf Distanz zu der kostbaren Inneneinrichtung zu bleiben. Das sind alles Originalstücke aus dem Inventar des frühen 19. Jahrhunderts, die den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden haben.

Wertvolle Tapeten und Wandteppiche, Schreibtische, Sessel, das Bett des Kurfürsten und Sammlungsstücke waren in Depots außerhalb von Kassel in Sicherheit. Als die Löwenburg gegen Kriegsende noch bei einem Bombenangriff getroffen wurde, blieb die Inneneinrichtung verschont. Die wurde während der Sanierung mit großem Aufwand restauriert und soll möglichst lange in diesem Zustand bleiben.

Ein Tipp für alle, die vielleicht über die Feiertage mit Besuch zur Löwenburg wollen. Wer sich jetzt um einen Führungstermin kümmert, hat noch recht gute Chancen.

Kontakt: museum-kassel.de, Besucherdienst Tel. (0561) 31 68 01 23

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