Fahrradwerkstatt: Studenten ist der Zuschuss der Universität zu gering

10 000 Euro für Umzug

Noch wird repariert: Walter Jäkel und Marina Rüdiger bereiten den Umzug der Fahrradwerkstatt vor. Foto: Dilling

Kassel. In dem seit Monaten andauernden Tauziehen um den Umzug der von Studenten geführten Fahrradwerkstatt am Lucius-Burckhardt-Platz hat das Präsidium der Universität jetzt einen Schlusspunkt gesetzt.

Es zahlt dem Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) laut Auskunft von Uni-Pressesprecherin Annette Ulbricht einen Zuschuss von 10 000 Euro. Darüber hinausgehende Kosten müssen die Studenten durch Eigenleistungen ausgleichen. Dagegen wehren sich diese: „Die gehen wohl davon aus, dass wir alles selbst machen“, sagt Werkstatt-Mitarbeiterin Marina Rüdiger. Der Zuschuss sei zu gering.

An der Moritzstraße und am Lucius-Burckhardt-Platz baut die Universität ab Oktober zwei neue Hörsäle. Die Fläche, auf der die containerartige Werkstatt steht, soll als Logistikbereich für die Baustelle genutzt werden. Die Stadt Kassel hat der Uni eine Grünfläche auf der dem Campus gegenüberliegenden Seite der Moritzstraße als neuen Standort angeboten. Den von Studenten favorisierten Standort neben einer Telefonzelle am Rand des Lucius-Burckhardt-Platzes hatte das Präsidium der Universität wegen dessen Nähe zur Baustelle abgelehnt. Die Prognose der Umzugskosten geht zwischen Präsidium und Studenten weit auseinander. Diese schätzt Walter Jäkel von der Werkstattprojektgruppe auf 25 000 Euro. Einen Kostenvoranschlag habe man vorgelegt.

Dagegen hält die Universität Aufwendungen von 13 500 Euro für ausreichend. Die Bauabteilung der Universität habe den Kostenvoranschlag eingehend geprüft, sagt Pressesprecherin Ulbricht. Diese Summe sei utopisch, sagen Rüdiger und Jäkel. Denn nach Maßgabe der Stadt Kassel müssten Fachfirmen beauftragt werden. Außerdem seien ein Fundament und ein Stromanschluss nötig. Eigenleistung sei nur bedingt möglich.

Laut Jäkel hat die Werkstatt an vier Tagen in der Woche jeweils eine Stunde geöffnet, bei Bedarf gebe es zusätzliche Zeiten. Die Kunden zahlen kein Entgelt. Spenden für Ersatzteile sind jedoch erwünscht.

Statt mehr Geld bietet Ulbricht den Studenten die Unterstützung der Bauabteilung der Universität an. Dort könnten sie jederzeit fachlichen Rat für den Umzug einholen. (pdi)

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