113.000 Besucher sahen Frühjahrsausstellung in den Kasseler Messehallen

Kassel. Mehrere tausend Besucher haben am Sonntag noch einmal die Gelegenheit genutzt, um die Kasseler Frühjahrsausstellung zu besuchen. Insgesamt sahen 113.000 Menschen an neun Ausstellungstagen die Blütenpracht in den Messehallen.

Damit erzielte die Messe Kassel das Ergebnis des Vorjahres, sagte Sprecher Matthias Tesch.

Und die Bilanz der Aussteller? Die fiel recht unterschiedlich aus. Viele sagten, sie seien mit dem Ergebnis zufrieden. Wie Herta Gstach zum Beispiel, die mit ihren Kollegen den Zauberstab Esge aus der Schweiz verkaufte. Das 250 Watt starke Küchengerät gibt es bereits seit 1954. Ganz günstig ist der Stab nicht: Er kostet 219 Euro im Set. Die Kunden ließen sich Qualität etwas kosten, sagt Gstach. Diese Erfahrung hat auch Messesprecher Tesch gemacht: „Der Trend geht zu hochwertigen Produkten.“

Gar nicht zufrieden war hingegen Aussteller Hans-Joachim Wilhelm aus Rosenthal in der Sächsischen Schweiz. Er verkauft Systeme für Wintergärten und Vordächer. „Es war sehr durchwachsen. Es waren viele Besucher da, die haben aber wenig Interesse gezeigt.“ Im vergangenen Jahr habe er bessere Geschäfte gemacht. Den Verantwortlichen der Messe will er aber keinen Vorwurf machen: „Die können ja nichts dafür, wenn die Menschen nichts kaufen.“

Händlerin Alenka Wieser, die seit 20 Jahren einen Reinigungs- und Polierstein in den Messehallen anbietet, zeigte sich hingegen zufrieden. „Ich habe bis zu 80 Prozent Stammkunden.“

Bei Elke Kuschel, Mitarbeiterin eines Blumenhändlers, hat sich das gute Wetter in dieser Woche bemerkbar gemacht. Ihre Stauden waren sehr gefragt. Kuschel bedauert nur, dass die Herbstausstellung in diesem Jahr erst im November stattfindet. „Da kauft mir doch keiner mehr Blumenzwiebeln ab." (use)

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