62 Loks wurden bestellt

123 Jobs im Werk Mittelfeld in Kassel gesichert: Henschel ist gerettet

Riesige Zahnräder für Spezialgetriebe: Henschel-Verzahnungstechniker Ulli Mischke misst nach. Genauigkeit ist gefragt. Foto: Koch

Kassel. Erneut gute Nachrichten für das Werk Mittelfeld im Kasseler Norden: Der insolvente Spezialgetriebebauer Henschel, der sämtliche Rechte an der traditionsreichen Marke hält, ist gerettet.

Und damit 123 Jobs in Kassel. Wie der Kasseler Insolvenzverwalter Dr. Andreas Kleinschmidt mitteilte, wird Henschel von der TS Group aus Aachen übernommen. „Die Verträge sind unterschrieben. Der Kauf wird zum 1. Januar wirksam“, sagt er.

Die TS Group will den Betrieb uneingeschränkt fortführen. Beide Standorte, Kassel und Heiligenstadt in Westthüringen, bleiben erhalten. Alle 156 Mitarbeiter werden übernommen. „Wir freuen uns, eine gute Lösung für Standorte und Beschäftigte gefunden zu haben“, erklärt Kleinschmidt.

Große Freude herrscht derweil auch beim Lokbauer Bombardier. Wie die HNA aus Bahnkreisen erfuhr, hat die Frachttochter der italienischen Staatsbahn, die TX Logistik, 40 Loks eines neuen Typs geordert, die ohne zeitraubenden und teuren Lokwechsel grenzüberschreitend in mehreren Ländern mit unterschiedlichen Stromarten und -stärken verkehren können. Das Auftragsvolumen – einschließlich eines langjährigen Instandhaltungs- und Servicepakets – dürfte bei nahezu 200 Millionen Euro liegen. Außerdem haben die Kasseler den Zuschlag für 17 Hybridloks für den US-Bundestaat New Jersey erhalten. Auftragswert: 90 Mio. Euro.

Das Werk Mittelfeld erlebt derzeit eine neue Blüte. Wie berichtet, investiert der Autozulieferer Finoba 20 Mio. Euro in neue Fertigungsanlagen. Rheinmetall nimmt ebenfalls Millionen in die Hand, hat jüngst 200 neue Jobs geschaffen und will künftig auch Panzertürme in Kassel entwickeln. Der Eigentümer der Immobilie, der Aroundtown-Konzern, hat unlängst für 20 Mio. Euro zwei Logistik-Hallen für das benachbarte Mercedes-Benz--Achsenwerk errichtet. Und der Autobauer selbst will für 60 Mio. Euro eine neue Produktionsstraße für jährlich 100.000 Hinterachsgetriebe für PS-starke Pkw bauen.

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