14 Tage Quarantäne, kein Freitesten

Stadt bestätigt schnellere Übertragung: Omikron-Verdachtsfälle in Kassel zweistellig

Omikron-Verdacht: Ein Forscher zeigt, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird.
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Omikron-Verdacht: Ein Forscher zeigt, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird.

Die Corona-Variante Omikron hat mittlerweile auch die Region Kassel erreicht. Die Regeln für Infizierte sind drastisch, Quarantäne ist ein Muss.

Kassel - In der vergangenen Woche sind in Stadt und Kreis Kassel die ersten bestätigten und Verdachtsfälle der Omikron-Variante des Coronavirus bekannt geworden. Zu den Infizierten hat das Gesundheitsamt der Region Kassel weitere Informationen bekannt gegeben.

Zu den ersten dem Gesundheitsamt Region Kassel bekannten Ausbrüchen mit der neuen besorgniserregenden Corona-Variante Omikron laufen derzeit die Ermittlungen, heißt es vom Gesundheitsamt. Sie betreffen bisher zwei betriebliche Einrichtungen, eine Kindertageseinrichtung sowie weitere Einzelhaushalte und deren Kontakte. Ein Zusammenhang besteht nur zwischen einem betrieblichen Ausbruch und der Kindertagesstätte durch private Kontakte. Zusammenhänge mit einer Reise konnten in keinem der Fälle eruiert werden.

Corona in der Region Kassel: 14 Tage Quarantäne für Omikron-Infizierte

Die Verdachtsfälle liegen nach Angaben des Gesundheitsamtes bereits im zweistelligen Bereich. Ob und wann sich auch bei ihnen die Omikron-Variante bestätigen lasse, ist noch unklar. Aktuell sind die Laborkapazitäten für die variantenspezifischen Untersuchungen noch nicht ausreichend. Die Dauer für die Sequenzierung liegt nach dem Kenntnisstand des Gesundheitsamtes durch Aus-und Überlastung der Labore bei mehreren Tagen, im Einzelfall bis zu drei oder vier Wochen. Deshalb ist die Nennung von konkreten Zahlen eher irreführend und spiegelt das Infektionsgeschehen bei vermutet hoher Dunkelziffer nicht wieder.

Nach Rücksprache mit dem RKI bleibe das Vorgehen, wie von anderen Coronavirus-Varianten bekannt, bestehen, so die Stadt. 14 Tage Quarantäne für alle, Infizierte und deren engen Kontakte – unabhängig vom Impfstatus oder einer Genesung. Ausnahmen oder Verkürzungsmöglichkeiten gibt es hier nicht. Kontaktpersonen sollen so früh wie möglich einer PCR-Testung unterzogen und am Ende der Quarantänezeit nochmals PCR getestet werden.

Kassel: Corona-Inzidenz in der Stadt über 200

Die bekannten Angaben einer deutlich schnelleren Übertragung kann das Gesundheitsamt Region Kassel nach den bisher vorliegenden Daten und den ersten Erfahrungen bestätigen.

In der Region Kassel gibt es aktuell 2845 Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben (Stand: 20.12.2021). Auf die Stadt entfallen 1510 Infizierte, 82 mehr als am Wochenende, auf den Landkreis Kassel 1335, das ist ein Zuwachs von 41 Infizierten. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in der Stadt zurückgegangen auf den Wert von 235,8, im Landkreis stieg sie minimal an und liegt bei 155,7. In den Kliniken der Region befinden sich weiterhin 64 Coronapatienten, 16 davon (minus eins) müssen auf einer Intensivstation behandelt werden. (Kathrin Meyer)

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