Getriebebau bringt Jobs – Vorstand muss noch zustimmen

VW in Baunatal will bis zu 1500 neue Stellen schaffen

Baunatal/Kassel. 1000 bis 1500 neue Mitarbeiter sollen schon bald in zusätzlichen Produktionslinien des VW-Werkes Kassel in Baunatal arbeiten.

Davon geht der Betriebsrat aus. Schlüssel dazu wäre der endgültige Zuschlag für die Produktion des neuen Getriebes DQ 400e, für die die meisten der fachlich qualifizierten Beschäftigten benötigt würden, berichtet Betriebsratschef Jürgen Stumpf.

Dass der Bau des DQ 400e nach Kassel kommt, gilt bei den Vertretern von VW in Baunatal als nahezu sicher. Markenvorstand Prof. Werner Neubauer habe während der Betriebsversammlung am Dienstag vor etwa 5500 Beschäftigen gesagt, dass der Vorstand in Wolfsburg zwar noch formal zustimmen müsse, dass aber an Kassel kein Weg vorbei führe, berichtet Stumpf.

Mehr Informationen zu VW finden Sie im Regiowiki.

Die Produktion für das Getriebe, das in VW-Fahrzeugen einen Verbrennungsmotor mit einem Hybridantrieb verbindet, soll in Halle 6 des Baunataler Werkes einziehen. Dort ist auch die Fertigung der E-Antriebe für den Golf und den Kleinwagen eUp sowie ein neues Doppelkupplungsgetriebe für Audi vorgesehen. Die Halle 6, die kürzlich erst für diese Vorhaben freigeräumt wurde, sei bereits komplett verplant, sagt Stumpf. 1000 bis 1500 neue Stellen – diesen Umfang an neuen Fachkräften bestätigt auch Baunatals Personalleiter Eric Reuting, natürlich unter dem Vorbehalt der endgültigen Zustimmung aus Wolfsburg. Die Herausforderung sei, gut ausgebildete Beschäftigte zu finden, sagt Reuting.

Insgesamt steht Volkswagen im weltweiten Autohandel bestens da. Von Januar bis April hat VW gegenüber dem Vorjahr 8,6 Prozent mehr Autos verkauft. Die anderen Hersteller schafften demgegenüber lediglich eine Steigerung von 6,3 Prozent. Betriebsrat und Beschäftigte in Baunatal hoffen für die laufende Tarifrunde auf ein zügiges Lohnangebot von der Arbeitgeberseite.

Von Sven Kühling

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