Für 15.000 Dollar nach Kassel: Bundespolizei ermittelt gegen Schleuser

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Kassel/Gießen. Mit fünf Schleusungsfällen muss sich aktuell die Bundespolizei in Kassel beschäftigen. Laut Klaus Arend, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kassel, wurden am Sonntagmittag zwei 23 und 24 Jahre alte Männer aus Afghanistan aufgegriffen.

Beide seien ohne Pässe unterwegs gewesen.

Wie die Männer bei der Vernehmung sagten, seien sie mit einer größeren Gruppe über zwei Monate auf der Reise gewesen. Für 15.000 US-Dollar habe sie ein unbekannter Schleuser nach Deutschland gebracht. Über den Iran, die Türkei sowie mehrere europäische Ziele führte sie der Weg nach Kassel.

Im Bahnhof Gießen wurden bereits am vergangenen Wochenende zwei Serben im Alter von 25 und 27 Jahren sowie ein 29-jähriger Pakistaner von der Bundespolizei aufgegriffen. Die beiden Serben seien für etwa 1000 Euro mittels Lastwagen nach Deutschland gekommen, sagt Arend. Der Mann aus Pakistan sei mit dem Flugzeug direkt nach Frankfurt/Main geflogen und von dort mit dem Zug nach Gießen gefahren. Für seine Schleusung habe er rund 20.000 Euro bezahlt.

Alle Personen haben einen Asylantrag gestellt und wurden zur Erstaufnahme-Einrichtung nach Gießen weitergeleitet. In allen Fällen ermittelt die Bundespolizei wegen unerlaubter Einreise. „Im Fokus der Ermittlungen stehen die Schleuser, die aus der Not der Menschen Kapital schlagen“, sagt Arend. Gegen die Unbekannten wurde ebenfalls ein Strafverfahren eingeleitet. (use)

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