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200 Geflüchtete in der Region Kassel angekommen

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Von: Christina Hein, Kathrin Meyer

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Geflüchtete Menschen in Berlin
In Decken gehüllt sitzen diese Kinder aus dem ukrainischen Kriegsgebiet im Berliner Hauptbahnhof. © Paul Zinken/dpa

Bisher sind über eine Million Menschen aus Kriegsgebieten in der Ukraine geflohen. Auch die Stadt und der Landkreis Kassel haben sich auf die Ankunft von Geflüchteten vorbereitet.

Kassel - Der große Andrang, wie ihn derzeit Berlin erlebt, wo am Freitag und Samstag jeweils mehr als 10 000 Menschen an den Bahnhöfen mit Zügen aus Polen ankamen, ist bis jetzt in Kassel ausgeblieben.

Das könnte sich in den kommenden Tagen ändern: Die Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilte am Sonntagmittag mit, dass seit 11 Uhr Busse Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die kein festes Ziel in Deutschland haben, von Berlin in 13 andere Bundesländer bringt. Darunter ist auch Hessen. Welche Orte die Busse in Hessen ansteuern, ist unklar. Eine Anfrage beim Hessischen Sozialministerium blieb gestern unbeantwortet. Nach HNA-Informationen ist am Sonntag aber keiner der bisher elf gestarteten Busse nach Nordhessen gefahren. Nach Medienberichten war in Berlin aus Senatskreisen zu erfahren, dass man darüber nachdenke, Züge, die Berlin ansteuern, in andere Städte umzuleiten. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hatte erklärt, dass man in der Hauptstadt an seine Grenzen stoße.

Gleichwohl sind aber auch in Kassel bereits Menschen, vor allem Frauen und Kinder, aus der Ukraine angekommen. Viktor Buryachok aus der Kasseler ukrainischen Gemeinschaft schätzt, dass bis jetzt knapp 100 Menschen aus der Ukraine in der Stadt empfangen worden sind. In den meisten Fällen sind sie vorerst bei Verwandten und Freunden untergebracht. Die hatten sie zum Teil auch von der Grenze abgeholt oder einen Transport organisiert. Buryachok geht davon aus, dass die Menschen erst in den kommenden Tagen vermehrt Hilfsangebote der Stadt, etwa die Wohnraumvermittlung, in Anspruch nehmen. Insgesamt acht Personen sind am Wochenende in der eigens eingerichteten Notunterkunft in Wilhelmshöhe untergekommen.

Konkrete Zahlen wird es geben, wenn sich die Geflüchteten in Kassel registriert haben. Das war in der Stadt bislang noch nicht möglich. Im Landkreis haben sich laut Sprecher Harald Kühlborn schon 115 Personen registrieren lassen. Oberbürgermeister Christian Geselle geht davon aus, dass gemäß eines Verteilungsschlüssels für Geflüchtete 3500 Menschen aufgenommen werden.

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