Jugendhilfeausschuss beschließt stufenweisen Ausbau

2010 gibt es in Kassel 95 neue Krippenplätze

Kassel. Das Betreuungsangebot für unter Dreijährige soll in Kassel stufenweise ausgebaut werden. Das beschloss der städtische Jugendhilfeausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Zur Umsetzung des gesetzlichens Anspruchs auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige, der ab dem 1. August 2013 gilt, werden als Minimum 1230 Plätze angenommen. Davon sollen 980 in Kindertageseinrichtungen und 250 in der Kindertagespflege angeboten werden.

Der stufenweise Ausbau soll folgendermaßen aussehen: 2010 sollen 95 zusätzliche Plätze, ein Jahr später 80, 120 Plätze im Jahr 2012 und 112 im Jahr 2013 geschaffen werden. Das sind insgesamt 407 zusätzliche Plätze für Kinder unter drei Jahren. Die fehlenden 25 Plätze in der Kindertagespflege soll bis Ende 2012 eingerichtet sein.

Bis Ende 2010 soll unter anderem der voraussichtliche Platzbedarf, die Nachfrage in der Kindertagespflege sowie die Betreuungzeiten ermittelt werden. Die Stadt Kassel hat seit 2004 das Angebot an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige in Kitas von 70 auf 573 ausgebaut. Bei den laufenden Kosten von 11 600 pro Platz und Jahr gebe es bezogen auf eine Ganztagskrippengruppe mit zehn unter Dreijährigen gerade einmal 3000 Euro vom Land Hessen aus dem Bambini-Proramm, erläuterte Jugendamtsleiterin Judith Osterbrink. Nach Abzug der Entgelte der Eltern müsste die Stadt 6800 Euro pro Platz aufbringen. Von den ab 2009 den Kommunen zugesagten Bundesmitteln sei bislang vom Land Hessen noch nichts an die Kommunen weitergegeben worden.

Für die seit 2004 neu eingerichteten 500 Betreuungsplätze für unter Dreijährige wendet die Stadt 2,5 Mio. Euro pro Jahr auf. Auch im investiven Bereich sei die Beteiligung von Bund oder Land zu gering, moniert Osterbrink. Eine neue Krippengruppe koste 350 000 Euro, werde aber lediglich mit 150 000 Euro Investitionskosten des Bundes unterstützt. Den großen Rest zahlten die Stadt und die freien Träger.

Osterbrinks Fazit: Für den Ausbau der Krippengruppen sei es notwendig, dass sich Land und Bund angemessen daran beteiligten. (bea)

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