Verzögerung beim Kombi-Bad

2013 droht erstmals ein Frühjahr ohne Freibäder

Kassel. Das hat es in Kassel noch nicht gegeben: Zum Auftakt der Freibadsaison am 1. Mai 2013 besteht die Gefahr, dass kein einziges der drei öffentlichen Bäder nutzbar sein wird.

In Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe ist noch völlig unklar, ob die beiden Freibäder notdürftig repariert, von Grund auf saniert oder komplett geschlossen werden. Das neue Auebad soll zwar im Mai fertig sein, aber ob das klappt, „steht im Moment noch nicht fest“, sagt Stadt-Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg.

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Die Politik scheut bislang eine klare Entscheidung. Der Pächter des Schwimmbadcafés in Bad Wilhelmshöhe hat dagegen Konsequenzen aus der andauernden Unsicherheit gezogen und den Pachtvertrag gekündigt.

Am neuen Auebad darf es keine weitere Zeitverzögerung mehr geben. Eine Garantie dafür, dass das kombinierte Hallen- und Freibad wie geplant Anfang Mai 2013 seine Tore öffnet, kann derzeit niemand geben. Es könnte auch Juni oder später werden.

Fotos: Bauarbeiten am Auebad schreiten voran

Bauarbeiten am Auebad schreiten voran

Nach Einschätzung der CDU wird Kassel im nächsten Mai ohne Freibäder dastehen. Verantwortlich dafür seien die rot-grüne Mehrheit und Bäderdezernent Barthel, sagt Fraktionschef Dr. Norbert Wett. Die CDU wolle beide alten Bäder erhalten und setzte auf eine kostengünstigere Sanierung. Hinter den Kulissen ringen die Kooperationspartner SPD und Grüne um eine Lösung. „Wir müssen das zusammen mit dem Haushalt hinbekommen“, sagt Gernot Rönz, Fraktionschef der Grünen. Seine Fraktion wolle beide Bäder erhalten.

Eine 360-Grad-Rundumsicht der Auebad-Baustelle finden Sie hier.

Die SPD ist noch unentschlossen. Es gebe zudem keine Idee, wo man zehn Millionen Euro für die Sanierung der Freibäder hernehmen solle, sagt Fraktionschef Uwe Frankenberger. Die SPD wolle vor einer Festlegung wissen, ob es auch billiger gehe. Aber Anfang 2013 müsse entschieden werden.

Von Thomas Siemon und Jörg Steinbach

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