170 Millionen Euro

Gewerbesteuer beschert Kassels Stadtkasse Rekordsumme

Kassel. 170 Millionen Euro Gewerbesteuer hat die Stadt 2013 von den in Kassel ansässigen Unternehmen erhalten. Die Rekordeinnahme könnte dazu führen, dass der Stadtetat 2013 ohne neue Schulden auskommt:

Dies erweise sich in Kürze mit den letzten Buchungen aus dem vergangenen Jahr, erklärt Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD). Für 2013 hatte man im Rathaus ein Defizit von 32 Millionen Euro veranschlagt. Das könnte durch die hohen Steuereinnahmen ausgeglichen werden. Bleibt es dabei, dass sich die Gewerbesteuer als mit Abstand stärkste Einnahmequelle der Stadt weiter so positiv entwickelt, könnte auch in diesem Jahr sowie 2015 ein ausgeglichener Jahresabschluss erreicht werden, hofft Hilgen.

2014 rechnet die Stadt bisher noch mit einem Defizit von 21,1 Millionen Euro.

Seit zehn Jahren lässt die stetig steigende Gewerbesteuereinnahme die Stadtkasse klingeln. Lediglich 2009 verursachte die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise einen deutlichen Einbruch auf 127,2 Millionen Euro, der im Vergleich mit anderen Städten gesehen für Kassel aber noch glimpflich verlaufen ist.

Die dynamische Wirtschaftsentwicklung Kassels samt steigender Steuereinnahmen versetzt die Stadt in die Lage, „ohne Wenn und Aber“ die Schutzschirm-Vereinbarungen mit dem Land einzuhalten, freut sich Hilgen. Im Februar 2013 war die Stadt Kassel auf einen Schlag 260,4 Millionen Euro Schulden losgeworden. Der Batzen wurde vom Land Hessen übernommen.

Im Gegenzug hat sich die Stadt in einem Konsolidierungsvertrag verpflichtet, Kosten zu reduzieren und Einnahmen zu erhöhen. Bis 2018 hat Kassel laut Vertrag mit dem Land Zeit, den jährlichen Fehlbetrag auf null zu bringen. Das könnte jetzt schon deutlich früher geschehen. Dann kann die Stadt darangehen, 440 Millionen Euro noch bestehende alte Schulden zu tilgen.

Von Jörg Steinbach

Rubriklistenbild: © Koch

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