Stadt unterstützt Bautätigkeit - Wohnraumentwicklung im Blick

Bis 2018 entstehen 2500 neue Wohnungen in Kassel

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Foto: pa/obs/Advocard Rechtsschutzversicherung AG

Kassel. Bis 2018 entstehen in Kassel 2500 neue Wohnungen. Von dieser positiven Entwicklung geht Stadtbaurat Christof Nolda aus. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten sei man in Kassel weit von einer Krisensituation auf dem Wohnungsmarkt entfernt.

Zwar gebe es in bestimmten Stadtteilen wie dem Vorderen Westen einen gewissen Wohndruck, doch auf die ganze Stadt bezogen relativiere sich das Problem der Wohnungsknappheit.

„In Kassel gibt es eine gute Bautätigkeit auch im Wohnungsbau, und darüber sind wir froh“, sagt Nolda im HNA-Gespräch. Die Stadt Kassel unterstütze und fördere dies, indem sie Bauherren Hilfe bei der Projektentwicklung und in Form von Bauberatung anbiete. In den vergangenen Jahren gab es eine vergleichsweise geringe Bauaktivität.

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Allerdings könnten künftige Mieten für neue Wohnungen - auch wenn es sich um sozialen Wohnungsbau handele - über der Kasseler Durchschnittsmiete von zurzeit 5,70 Euro/Quadratmeter Kaltmiete liegen. Das erkläre sich unter anderem durch steigende Baukosten, sagt Nolda. Ohnehin seien die Mieten in Kassel nicht so hoch wie in anderen Städten.

Zurzeit sei man dabei, ein Wohnraumentwicklungsprogramm für die Stadt zu erarbeiten. Dadurch sollen „Veränderungen wahrnehmbar und somit besser einschätzbar gemacht werden.“ Einer der Mitarbeiter am Programm wird der Stadtplaner Tobias Schäfer sein, der an der Uni Kassel eine Masterarbeit zum Kasseler Wohnungsmarkt vorgelegt hat.

Durch wachsende Bevölkerungszahl und steigende Wohnungsnachfrage müsse auch die Stadt Kassel darüber nachdenken, ob eine intensiv gesteuerte Wohnungspolitik notwendig ist, sagt Schäfer. Dazu sagt Nolda: „Eine politische Steuerung ist nur im begrenzten Maße möglich. Unser Einfluss ist gering, selbst auf Wohnungsbaugesellschaften.“

Von Christina Hein

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