Von zwei Straßenbahnen überrollt

21-Jähriger aus Kaufungen starb bei Karneval in Köln

Kaufungen / Köln. Ein 21-Jähriger aus Kaufungen ist beim Karnevalsauftakt in Köln von zwei Straßenbahnen überrollt worden.

Wie die Kölner Polizei mitteilt, lag das Opfer in der Nacht von Freitag auf Samstag nahe einer Kreuzung, etwa zwei Kilometer westlich des Kölner Doms, im Gleisbett. Als der Notarzt eintraf, war der Mann bereits tot.

Die Ermittler haben das Opfer erst vier Tage nach dem Unfall per DNA-Abgleich identifiziert. Warum der Mann, der zuletzt in Düsseldorf gemeldet war, gegen 23.20 Uhr auf den Gleisen lag, ist allerdings noch immer unklar. Auch auf die Frage, in welchem Zustand das Opfer auf den Gleisen lag, gibt es noch keine Antworten. Zudem gebe es noch keine sicheren Hinweise darauf, ob der Mann womöglich betrunken war, sagte ein Polizeisprecher.

Als gesichert gilt, dass der Kaufunger am 11.11. (Freitag) mit einem Freund aus Düsseldorf nach Köln gereist war, um den Beginn der närrischen Zeit zu feiern. Die beiden Männer hatten sich aber aus den Augen verloren. Der Kaufunger, der in Kassel geboren wurde und dort auch sein Abitur gemacht hat, soll nach Angaben der Zeitung Kölner Express aber nicht kostümiert gewesen sein.

Die Unfallstelle befindet sich in unmittelbarer Nähe einer Straßenbahnhaltestelle an der Ecke Richard-Wagner-Straße/Moltkestraße, einer tagsüber sehr belebten Kreuzung unweit der Universität.

Dass das Opfer von gleich zwei hintereinander herfahrenden Straßenbahnen überrollt wurde, ist laut Polizei auch darauf zurückzuführen, dass die Kölner Verkehrsbetriebe zur Karnevalseröffnung mehr Züge in kürzerem Abstand fahren lassen. Auch in dieser Nacht waren zehntausende Menschen in der Domstadt unterwegs, um den Auftakt zu feiern.

Die Bahnfahrer erlitten einen Schock. Der Stadtbahnverkehr war im Bereich der Unfallstelle bis Samstagvormittag unterbrochen.

Hinweis: In einer früheren Version hieß es, der Unfall habe sich am Samstag gegen 1.20 Uhr ereignet. Tatsächlich ereignete sich der Unfall laut den Kölner Ermittlern bereits am späten Freitagabend gegen 23.20 Uhr. Wir haben die Uhrzeit korrigiert. 

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