21.500 Studenten: Kasseler Uni erreicht ihre Grenze

Kassel. Mit einer Rekordzahl von 21.500 Studierenden beginnt an der Universität Kassel heute das Wintersemester - darunter sind 4770 Erstsemester. Mit dem Zuwachs von fast 1000 Studierenden im Vergleich zum Vorjahr hat die Hochschule ihre Kapazitätsgrenzen erreicht:

„Wir sind voll“, sagt Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep. Wesentlich mehr Studenten könne die Universität auch in den kommenden Jahren nicht aufnehmen. Deshalb rechnet Postlep damit, dass künftig noch mehr Studiengänge zulassungsbegrenzt werden müssen. „Wir wollen das nicht, da wir möglichst vielen jungen Menschen ein Studium ermöglichen möchten.“ Doch müsse angesichts der riesigen Nachfrage der Studentenzustrom begrenzt werden, um nicht völlig überzulaufen.

Schließlich müsse die Universität auch ein qualitativ hochwertiges Studium bieten. Im anstehenden Wintersemester sind 42 Studiengänge mit einem Numerus clausus belegt. Vor zwei Jahren gab es in lediglich 22 Studiengängen Zulassungsbegrenzungen. Für die 3573 Studienplätze mit NC lagen nach Angaben der Hochschule diesmal 29.415 Anträge vor. Das entspricht einem Anstieg von 27 Prozent. Am stärksten klaffen Angebot und Nachfrage im Studiengang Psychologie auseinander: Für 80 Plätze gingen 3275 Anträge ein. Stark nachgefragt waren auch Wirtschaftswissenschaften und Grundschul-Lehramt. Die größte Gruppe unter den 21500 Studierenden in Kassel sind die Lehramtsstudenten (4500).

Zahlenmäßig starke Studiengänge sind außerdem Wirtschaftswissenschaften (1900) und Maschinenbau (1730). Nicht nur in diesen Fächern müssen sich die Studierenden auf beengte Verhältnisse einrichten. Die Raumnot ist im Wortsinn das drängendste Problem Uni. Deshalb wurden zahlreiche Räume, darunter ein Kinosaal und eine Kirche, angemietet.

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