Weihnachtsmarkt bleibt geöffnet

Corona-Lage in Kassel spitzt sich zu: Klinikum verschärft Besuchsregeln deutlich

Das Klinikum Kassel
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Das Klinikum in Kassel ist das koordinierende Krankenhaus für das Versorgungsgebiet Nordhessen. (Archivbild)

Auch in Kassel schießen die Corona-Fallzahlen in die Höhe. Das Klinikum verschärft die Regeln für Besucher.

Kassel – Die Corona-Lage hat sich innerhalb der vergangenen Woche auch in Stadt und Kreis Kassel verschärft. Die Entwicklung hat Folgen: Am Klinikum gilt ab Samstag (27.11.2021) die 2G-plus-Regel für Besucher, auch die Besuchszeiten werden eingeschränkt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt Kassel lag am Freitag (26.11.2021) bei 259,1 und damit deutlich höher als am Freitag der Vorwoche, als der Wert 154,2 betrug. Eine ähnliche Entwicklung auf etwas niedrigerem Niveau gab es im Kreis. Insgesamt stieg die Zahl der aktuell an Corona Infizierten in Stadt und Kreis Kassel in der vergangenen Woche um fast 600 auf 1963 an.

Klinikum Kassel: 2G-Plus-Regelung für Besucher

Die Entwicklung hat Folgen: Am Klinikum Kassel gilt ab Samstag für Besucher die 2G-plus-Regelung. Zutritt haben demnach ausschließlich geimpfte und genesene Personen, die zusätzlich einen aktuellen negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test nachweisen. Der Antigen-Schnelltest darf nicht älter sein als 24 Stunden, der PCR-Test nicht älter als 48 Stunden. Darüber hinaus sind Besucher verpflichtet, durchgehend eine FFP2-Maske zu tragen. Neben der 2G-plus-Regelung gelten im Klinikum ab heute feste und eingegrenzte Besuchszeiten. Im Rahmen des Hausrechts behält sich das Klinikum vor, die Zahl der zeitgleich anwesenden Besucher zu reduzieren.

Außerdem gelten feste Besuchszeiten: Montag bis Sonntag zwischen 16 und 19 Uhr. Der letzte Einlass ist um 18 Uhr. Besucher werden gebeten, die Anzahl und den zeitlichen Aufenthalt auf ein Minimum zu begrenzen. In der Kinderklinik fallen Besucher ebenfalls unter die 2G-plus-Regelung. Die Besuchszeiten sind auf den jeweiligen Stationen individuell zu erfragen.

Als Ausnahme gelten Kinder zwischen 7 und 18 Jahren, die ihre Eltern besuchen. Bei ihnen ist das Schul-Testheft als Nachweis für einen Besuch ausreichend. Partner von Gebärenden und Besuchende auf den Palliativstationen fallen ebenfalls unter die 3G-Regelung.

Corona-Lage in Kassel: Patienten unterliegen der 3G-Regel

Ambulante Patienten am Klinikum unterliegen weiterhin der 3G-Regelung. Sofern sie nicht geimpft oder genesen sind, wird auch in den ambulanten Bereichen gebeten, ein negatives Schnelltestergebnis einer offiziellen Teststelle mitzubringen. Dies gilt für die Ambulanzbereiche der Krankenhäuser wie auch für die Praxen und Standorte des Zentrums für medizinische Versorgung. Das Schnelltestergebnis darf nicht älter sein als 24 Stunden. Der PCR-Test hat eine Gültigkeit von 48 Stunden. Notfälle werden wie zuvor außerhalb der 3G-Regelung versorgt.

Währenddessen ist die Nachfrage nach Corona-Impfungen weiter hoch: Von Montag bis Freitagnachmittag gab es in den städtischen Impfstellen 2835 Impfungen, davon 1303 Erstimpfungen, so eine Stadtsprecherin. Darüber hinaus gab es von Montag bis Donnerstag 384 Impfungen durch mobile Teams.

Märchenweihnachtsmarkt in Kassel geht weiter

Indes geht der Märchenweihnachtsmarkt in Kassel weiter – unter strengen Hygienevorschriften und mit massiven Kontrollen durch die Polizei und Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Die kontrollieren die 2G-Nachweise in den entsprechend ausgewiesenen Bereichen und die Einhaltung der Maskenpflicht. Denn längst nicht jedem ist klar, dass diese mittlerweile in bestimmten Zonen der Innenstadt besteht.

Kassels Ordnungsdezernent Dirk Stochla stellte gestern fest: „Aus Sicht der Stadt Kassel kann zum jetzigen Zeitpunkt eine positive Zwischenbilanz zum Weihnachtsmarkt gezogen werden. Die zum Auftakt des Marktes vereinbarten Hygienekonzepte werden vom Veranstalter und den Betreibern beachtet und umgesetzt.“ Stochla spricht auch von einem verantwortungsbewussten Verhalten der Besucher. Die Entwicklung werde aber weiter beobachtet, eventuell werde auch nachgesteuert. Aber: „Derzeit geben weder Veranstalter, Betreiber noch die Besucherinnen und Besucher Anlass, den Markt zu schließen.“ (Kathrin Meyer und Florian Hagemann)

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