Zusammenarbeit mit Tierschützern

3000 wilde Katzen in Kassel: Kastrationspflicht "überfällig"

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Kassel. Rund 3000 verwilderte Katzen leben derzeit im Stadtgebiet. "Es reicht nicht aus, allein diese Katzen einzufangen, zu kastrieren und dann wieder freizulassen", sagt Dr. Heiko Purkl, Leiter des Veterinärdienstes Kassel. "Damit fangen wir nur die Spitze auf."

"Der beste Schutz für verwilderte Katzen besteht darin, die hohe Vermehrungsrate einzudämmen", sagt Purkl. Das könne nur durch Einfangen und Kastrieren der wilden Katzen sowie durch die Kastration sogenannter Freigängerkatzen erreicht werden.

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Purkl: "Freigänger sind Katzen, die zwar ein Zuhause haben, aber dennoch frei herumlaufen." Seien diese Freigänger nicht kastriert, sorgten sie unter den verwilderten Katzen permanent für Nachwuchs.

Insofern sei die neue Kastrationspflicht für Freigängerkatzen längst überfällig. "Sie wird wohl im Sommer 2014 in Kraft treten", sagt Purkl.

Um die Vermehrung von verwilderten Katzen einzudämmen, ist das Veterinäramt auf die Zusammenarbeit mit Tierschützern angewiesen. Auch Tierschutzorganisationen und Tierärzte führen die Kastration von verwilderten Katzen durch und übernehmen nicht selten die Kosten.

"Wir gehen jedem Hinweis nach, wenn das Leben von Tieren gefährdet ist", sagt Purkl. Grundlage dafür sei das Tierschutzgesetz. "Das müssen wir machen." (bon)

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