30.000 Blüher laden ein: Siebenbergen öffnet wieder

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Kassel. „Es ist zur Eröffnung alles so weit wie nie zuvor“, sagt Gärtnermeister Karl-Heinz Freudenstein. Der Leiter der Blumeninsel Siebenbergen ist begeistert von der Blütenpracht, die jetzt schon zu sehen ist.

Am Sonntag, 1. April, können sich auch die Besucher zwischen 10 und 18 Uhr, davon überzeugen. Dann eröffnet die Blumeninsel in der Karlsaue der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) wieder für das Publikum. Durch die milde Witterung der vergangenen Tage ist die Natur in diesem Frühling besonders weit, sagt Freudenstein. Die Hüllen der Knospen vieler Bäume sprengen auf und zeigen die Farben der schönsten Jahreszeit.

Saisonstart auf der Blumeninsel Siebenbergen

Zwiebelpflanzen, die sonst erst im Laufe des Aprils ihre Spitzen durch die Erde schieben, zeigen schon jetzt ihre volle Pracht. Die Rosenforsythie hat an ihren neuen Trieben ein Blütenband in zartem Rosa entwickelt. Die Knospen der Baummagnolien und der Zierkirschen warteten nur darauf, ihre volle Schönheit zu präsentieren.

Im schattigen Bereich der Gehölze leuchten die kleinen blauen Blüten des Leberblümchens (Hepatica) sowie der heimische Lerchensporn (Corydalis) in seinen Farben Weiß, Rosa oder Violett. Auch verschiedene Primeln haben schon die ersten Blüten nach oben geschoben. Eine Augenweide und besonderer Anziehungspunkt sind die bepflanzten Beete mit den rund 30.000 Frühjahrsblühern. In den vergangenen zwei Wochen haben die Auszubildenden der MHK die verschiedenfarbenen Stiefmütterchen, Klotzblumen, Goldlack, Vergissmeinnicht und Tulpen in den Boden gepflanzt. Die Kombination ist bei jedem Beet verschieden, sodass ein abwechslungsreiches Bild entstanden ist.

Auch der Chilenische Riesenrhabarber treibt kräftige Sprosse, doch noch muss die provisorische Gewächshausabdeckung gegen den möglichen Nachtfrost erhalten bleiben. Frischer Humus wird zurzeit zwischen Stauden- und Gehölzpflanzungen verteilt und sorgt so für gleichmäßiges Pflanzenwachstum. Unter dem Motto „Zurück zu den historischen Wurzeln“ wurden auch in diesem Winter Teile der beschädigten Asphaltdecke entfernt und durch die für eine historische Parkanlage typische, wassergebundene Wegedecke ersetzt. Auch die Bänke mit Betonfundament sollen nach und nach von der Blumeninsel verschwinden, sagt Freudenstein.

Stattdessen werden mobile Holzbänke aufgestellt, die in der eigenen Schreinerei hergestellt worden sind. Natürlich können die Besucher sich auch wieder an den Inselbewohnern mit dem prachtvollen Federkleid erfreuen. Die drei Pfauen, die im Tierpark Knüllwald überwintert haben, sind rechtzeitig zur Eröffnung in ihr Blumenmeer zurückgekehrt. (use) Auch in diesem Jahr wird eine monatliche Führung angeboten.

Die erste Führung ist am Sonntag 8. April, 11 Uhr, mit dem Thema „Die Insel im Frühling – alles Wissenswerte über früh blühende Zwiebelpflanzen und Stauden, Ansprüche an Pflege, Verwendungs- und Vergesellschaftungshinweise“.

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