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Kunst im Tunnel: 35 Meter Sehenswürdigkeiten aus Kassel

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Von: Florian Hagemann

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Ideengeber und Gestalter: Heinz Schäffer (links), Centermanager der Königsgalerie, und der Lohfeldener Wolfgang Loewe.
Ideengeber und Gestalter: Heinz Schäffer (links), Centermanager der Königsgalerie, und der Lohfeldener Wolfgang Loewe. © Florian Hagemann

In Kassels Innenstadt tut sich was. Im Zugang zur Königsgalerie entsteht noch vor der documenta Kunst. Dabei wird auf 35 Metern sehr viel von Kassel gezeigt.

Kassel - Heinz Schäffer bezeichnet sich als Kasseläner – als einen, der für die Stadt brennt, wie er das ausdrückt. Den Centermanager der Königsgalerie wurmt es, wenn Kassel reduziert wird – beispielsweise auf die documenta. Er sagt: „Es gibt so viele Dinge, für die es sich lohnt, in die Stadt zu kommen.“ Und diese Dinge sollen nun noch sichtbarer werden.

Schäffer kam nämlich vor geraumer Zeit auf die Idee, den Tunnel von der Tiefgarage Friedrichsplatz bis zum Eingang der Königsgalerie zu nutzen, um das darzustellen, was Kassel auszeichnet – „um etwas für Kassel zu tun“. 35 Meter Wandfläche stehen dort zur Verfügung – genug für jede Menge Sehenswürdigkeiten. Schäffer besprach seinen Gedanken mit den Geschäftsleuten und der Eigentümerin, der HT Königsgalerie GmbH. Er nahm zudem Kontakt zum Lohfeldener Künstler Wolfgang Loewe auf – und nun steht der Neugestaltung des Tunnels nichts mehr im Wege.

Im April will Loewe nun das finalisieren, was er längst vorbereitet hat. Er hat die Motive mit seinem unverkennbaren Strich gezeichnet, sie eingescannt. Das war die Vorarbeit. Jetzt beginnt unter dieser Vorlage die Gestaltung der – von der Tiefgarage kommend – linken Wand, die Loewe gemeinsam mit einem Kollegen vornehmen wird. Das Ganze soll rund eine Woche dauern – und ist damit noch weit vor Beginn der documenta fertig.

Auf diese Art kommen 13 Sehenswürdigkeiten Kassels zur Geltung: vom Stadtmuseum über das Fridericianum, das Ottoneum, das Staatstheater, die documenta-Halle, die Orangerie, den Herkules, die Neue Galerie, das Landesmuseum, die Grimmwelt, das Schloss Wilhelmshöhe, das Gewächshaus bis zur Löwenburg.

All das soll zum Hingucker werden und Lust machen auf Kassel – vor allem jenen Gästen, die von außerhalb in die Stadt kommen und in der Tiefgarage parken. Laut Centermanager Heinz Schäffer sind das 10 000 Menschen pro Woche, die Hälfte davon kommt von außerhalb.

Schäffer freut sich: „Die Idee, eine Verbindung der Kasseler Kulturlandschaft zur Einkaufs- und Flaniermeile zu schaffen, wird damit konkret.“ Über den Preis für das Kunstwerk haben Schäffer und Loewe Stillschweigen vereinbart. Schäffer: „Es wird jeden Strich wert sein.“ (Florian Hagemann)

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