Zweite Praxistage starten

4000 Impfungen in drei Tagen in Kassel: Hohe Bereitschaft bei Lehrern und Erziehern

Büsra Aydin im Kasseler Impfzentrum
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Bis zu 120 Personen, unter ihnen auch Büsra Aydin, arbeiteten in dieser Woche wegen der Sonderimpftermine in zwei Schichten am Tag. Bis zu acht Impfbahnen waren dafür geöffnet.

Zum zweiten Mal finden an diesem Wochenende in Kassel bei den Corona-Impfungen die sogenannten Praxistage statt. Fragen und Antworten dazu.

Wie viele Termine sind an diesem Wochenende für medizinisches Fachpersonal vergeben worden? Die genaue Zahl will die Stadt erst nach den Impfungen nennen. Angeschrieben wurden alle Praxen, die bei den ersten Praxistagen am vergangenen Wochenende nicht eingeladen waren oder sich nicht zurückgemeldet hatten. Vor einer Woche kamen von 2500 eingeladenen Impfberechtigen weniger als die Hälfte.

Gab es Rückmeldungen zu den Sonderimpfterminen? Kritik gab es, weil Praxen und Einrichtungen ihre Impftermine teilweise gesammelt bekommen hatten, sodass bei auftretenden Nebenwirkungen bei mehreren Mitarbeitern der Betrieb zeitweise nur eingeschränkt möglich war. Die Reaktionen auf die Impfung seien keine unbekannten, teilte die Stadt dazu mit. Daher seien vom Land Hessen die Wochenenden für die Sonderimpfungen der Praxismitarbeiter gewählt worden. Das funktionierte laut HNA-Lesern allerdings nur eingeschränkt, da die Nebenwirkungen teils erst zwei oder drei Tage später auftraten. Sie lobten gleichzeitig aber auch den Ablauf im Impfzentrum und die Möglichkeit, nun doch so kurzfristig geimpft worden zu sein.

Wie liefen die Impfungen in dieser Woche generell? Fast 4000 Impfungen sind von Dienstag bis Donnerstag im Kasseler Impfzentrum verabreicht worden. Parallel zu den Impfungen für die höchste Priorisierungsgruppe wurden 2000 Lehrer von Grund- und Förderschulen, nicht-pädagogisches Schulpersonal – wie Hausmeister und Beschäftigte in Schulsekretariaten –, Mitarbeiter aus Kitas und Tagesmütter mit dem Astrazeneca-Vakzin geimpft. Diese Sondertermine seien „sehr gut angenommen“ worden, teilte die Stadt mit. Sie liefen auch Freitagabend noch.

Wie haben sich die Infiziertenzahlen entwickelt? Das Gesundheitsamt Region Kassel hat am Freitag 34 Neuinfizierte in Stadt und Landkreis gemeldet. Die Zahl der aktuell Infizierten ist in Kassel um 14 gestiegen, im Kreis um einen Betroffenen zurückgegangen, sodass 311 Menschen als infiziert gelten. 30 Infizierte werden in Krankenhäusern behandelt, 15 von ihnen auf einer Intensivstation. Laut Gesundheitsamt sind im Vergleich zum Vortag 19 Genesene und zwei Todesfälle hinzugekommen.

Wie wirkt sich das auf die Inzidenzwerte aus? Der Landkreis Kassel bleibt mit seiner Sieben-Tage-Inzidenz von 33 (Vortag: 33,8) hessenweit spitze. Der Wert in der Stadt ist erneut gestiegen: auf 54,5 (Vortag: 51).

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