Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

47 Mal brannten seit Anfang dieses Jahres Müllcontainer und Gelbe Säcke 

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Immer wieder Ziel von Brandstiftern: Dieser Altpapiercontainer in der Wilhelm-Speck-Straße wurde Ende 2016 abgefackelt. Archivfoto:  Fischer

Kassel. Seit Anfang des Jahres sind in Kassel immer wieder Müllcontainer und Gelbe Säcke von Unbekannten angesteckt worden. Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner gibt es bislang 47 ungeklärte Fälle der Brandstiftung.

Am Montageabend hat ein Zeuge offenbar einen weiteren Fall im Stadtteil Wesertor vereitelt. Dort sei es am späten Montagabend Beamten des Polizeireviers Nord gelungen, einen 37-jährigen Mann festzunehmen, der im dringenden Tatverdacht steht, versucht zu haben, eine Altpapiertonne im Bereich der Oskarstraße anzuzünden.

Nun prüft die Polizei, ob der Mann auch für zurückliegende ungeklärte Brandstiftungen in Frage kommt. Laut Werner gab es im Januar 20 Fälle, in Februar zwölf und im März 15 offene Fälle. Erst am 2. April waren zwei Jugendliche in Wehlheiden festgenommen worden, die mehrere Container in Brand gesteckt haben sollen.

Am Montagabend war der 37-Jährige einem Zeugen in der Oskarstraße gegen 23 Uhr aufgefallen. Er habe einen Karton angezündet und diesen in einen Altpapiercontainer geworfen. Als der Brandstifter den Zeugen bemerkte, habe er den brennenden Karton wieder aus dem Container gefischt und sei auf seinem Fahrrad in Richtung Franzgraben geflüchtet. Der Zeuge alarmierte die Polizei und meldete neben der Personenbeschreibung auch die Fluchtrichtung.

Mit Rad geflüchtet

Die nur kurze Zeit später im Wesertor eintreffende Funkstreife habe den Mann auf seinem Fahrrad in der Gartenstraße lokalisiert und verfolgt.

Nachdem die Verfolgung zunächst durch einige Straßen des Stadtteils ging, sei der mutmaßliche Brandstifter an der Weserspitze durch eine kleine Gasse in Richtung Bürgistraße entkommen. Die Beamten ließen jedoch nicht locker, suchten jeden Winkel ab und entdeckten den Verdächtigen schließlich in einem Kellerabgang, so Werner. Er habe sich dort mit seinem Fahrrad verschanzt. Die Beamten nahmen den Tatverdächtigen mit auf die Dienststelle und stellten bei seiner Durchsuchung noch eine geringe Menge Cannabis sicher.

Der 37-Jährige, der sich zu der Tat nicht äußerte und später wieder von der Dienststelle entlassen wurde, muss sich nun wegen der versuchten Inbrandsetzung des Containers und wegen illegalen Besitzes von Betäubungsmitteln verantworten. 

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