Älteste Teilnehmer waren 87 Jahre

5. Kassel-Wandertag: 300 Wanderer in Kassels Grünanlagen unterwegs

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Durch den Park Schönfeld im Morgennebel: Diese Gruppe war mit Wanderführer Günter Spitzer (2. Reihe mit blauer Kappe) auf einer Route unterwegs, die von den Kasseler Naturfreunden betreut wurde.

Kassel. Erst malerischer Nebel, später Sonnenschein: Beste Bedingungen herrschten am Sonntag beim 5. Kassel-Wandertag, der an die 300 Teilnehmer auf die Beine gebracht hatte.

Mit Wanderjacken, festen Schuhen, bunten Halstüchern und guter Laune waren sie am Vormittag an fünf Startpunkten losmarschiert, sternförmig einem zentralen Treffpunkt entgegen.

Vom Reiz des Wanderns musste man die meisten Teilnehmer nicht erst überzeugen – so wie Gerlinde und Hubertus Wilde, die mit der Gruppe um Wanderführer Günter Spitzer an der Tram-Haltestelle beim Park Schönfeld gestartet waren. „Wandern ist unser Ein und Alles“, sagte Gerlinde Wilde. Das Paar aus Lohfelden ist Mitglied in gleich zwei Kasseler Wandervereinen. Jeden Sonntag sind 20 bis 25 Kilometer auf Schusters Rappen Standard.

Auch mittwochs gebe es feste Wandertreffs, erzählt die 76-Jährige. Dabei werde aber stets für einige Zeit zur Pause eingekehrt. Davon hält Gerlinde Wilde nicht so viel. Sie will lieber in Bewegung sein.

Gemeinsam mit der Stadt organisieren vier Vereine den Kassel-Wandertag: der Hessisch-Waldeckische Gebirgsverein (HWGV), die Naturfreunde, der Rhönklub und der Kasseler Alpenverein. „Für die fünf Strecken haben wir auch versteckte Wege ausgesucht, damit die Teilnehmer auch mal etwas Neues entdecken“, sagt Vorsitzender Dieter Hankel vom HWGV, der die Federführung bei der Planung hatte.

Der Verein hat laut Hankel Pläne, das innerstädtische Wanderwegenetz weiter auszubauen – demnächst etwa in Rothenditmold und der Nordstadt. „Das ist richtig spannend, was man dort alles entdecken kann“, sagte Hankel.

Die meist sechs bis sieben Kilometer langen Routen bis zum gemeinsamen Treff an der Grundschule Kirchditmold waren für die meist geübten Mitwanderer keine große Herausforderung. Auf dem Schulhof wurde es dann noch bis in den Nachmittag hinein gesellig bei Erbsensuppe, Würstchen und Getränken.

Während das Blasorchester der TSG Oberzwehren und das Spielmobil Rote Rübe mit Kinder-Aktionen für Unterhaltung sorgten, überreichte Stadtrat Richard Schramm namens des Kasseler Magistrats kleine Geschenke an die jüngsten und ältesten Mitwanderer. Für Ursula Schröder (Bad Wilhelmshöhe) und Bernhard Manns (Wesertor; beide 87 Jahre alt) gab es ein Brüder-Grimm-Buch, mit Spielzeug und Kuscheltieren wurden der sechsjährige Aaron Bockamp und der erst acht Monate alte Samuel Kosberg bedacht. Der muss freilich erst einmal laufen lernen, aber beim Kassel-Wandertag war er schon dabei.

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