Heime sind schon ausgebucht, Notunterkünfte geplant

5000 neue Studenten - aber noch fehlen Wohnungen

5000 neue Studenten - aber noch fehlen Wohnungen

Kassel. Die Kasseler müssen enger zusammenrücken: Zum Start des Wintersemesters im Oktober erwartet die Uni Kassel bis zu 5000 neue Studenten. Doch schon jetzt sind die 1000 Plätze in den Studentenwohnheimen ausgebucht.

Über 900 Interessenten stünden für die Unterkünfte auf der Warteliste, der Wohnraum sei knapper denn je, teilt das Studentenwerk mit. Ein Teil der Erstsemester müsse sich darauf einstellen, nur im Kasseler Umland eine Bleibe zu finden.

Im Wintersemester rechnet die Uni mit insgesamt 22 000 Studenten. Das wären noch einmal 500 mehr als im Vorjahr. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, da viele Erstsemester ihre Studienortentscheidung kurzfristig treffen. Indiz für steigende Zahlen ist die Zunahme bei den Bewerbungen, die für dieses Wintersemester auf 30 272 kletterten (2011: 29 416). Erfahrungsgemäß wird nur etwa ein Sechstel der Bewerber das Studium auch in Kassel beginnen.

Damit kein Neuankömmling auf der Straße schlafen muss, richtet das Studentenwerk Notunterkünfte ein, die übergangsweise genutzt werden können. Zudem wurden erstmals Mitarbeiter der Uni und des Studentenwerkes gebeten, privat Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten.

Alexander Alter, Vorsitzender des nordhessischen Regionalvorstands des Immobilienverbandes Deutschland, hält den Kasseler Wohnungsmarkt für „sehr angespannt“. Auf ein Wohnungsangebot gebe es oft bis zu 100 Anfragen. Zudem sei wenig Bewegung auf dem Markt. „Wer in Kassel bleiben will, zieht in der Regel nicht um“, sagt Alter.

Vermieter sind aufgerufen, sich mit Angeboten beim Studentenwerk zu melden. Über 100 private Wohnungen vermittelt das Studentenwerk derzeit. Nach einer Studie des Studentenwerks hat ein Student im Durchschnitt 260 Euro für die Warmmiete zur Verfügung. Ein neues Studenwohnheim mit 156 Plätzen wir nächstes Jahr eröffnet.

Mehr zu diesem Thema und einen Servicekasten mit Kontaktdaten finden Sie in der Hessischen Allgemeinen von Samstag.

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