Arbeitsleben – Lebensarbeit

Preisträger Frank Hellwigs Fotoarbeit „Mein Vater an seiner Braut“.

Noch nie hat Arbeit so viele Umwälzungen wie in den vergangenen zwanzig Jahren erfahren: Globalisierung und Digitalisierung prägen die Arbeitswelt und stellen in weitreichendem Maße die klassischen Erwerbsbiografien in Frage.

Die lebenslange Bindung an ein Unternehmen wird zum Ausnahmefall, die buntgewürfelte Patchwork-Karriere tritt an ihre Stelle und damit auch ein Moment zunehmender Unsicherheit. Der arbeitende Mensch ist gezwungen, sich mehrfach im Arbeitsleben neu zu erfinden. Das beherrschende Motiv der Lebensarbeit ist nicht mehr der ruhige Anstieg, sondern ein unruhigeres Auf und Ab. Gleichzeitig hat der demografische Wandel den Arbeitsmarkt schon längst erreicht: Seit fünf Jahren steigt in Deutschland die Erwerbsquote von Menschen über 50 stetig an – und dies gilt auch für unsere Region. Spätestens im Jahr 2020 gehören weit mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen zu dieser Altersgruppe. Das Gesicht der Arbeit wird damit vordergründig älter, aber auch die magische Grenze 50plus ist durch diesen Prozess betroffen– wir werden bei 50plus nicht mehr an Rheumadecken denken, sondern an selbstverständliche Arbeits- Normalität.

In diesem Spannungsfeld war der Kunstpreis „Arbeitsleben-Lebensarbeit“ angesiedelt, an dem sich zahlreiche Künstler/innen und Künstler aus der Region beteiligt haben und der am 15.09.2011 im Kasseler Kunst-Tempel verliehen wurde. Der Vielfalt der Themenaspekte entspricht die Vielfalt in der künstlerischen Auseinandersetzung. Die Facetten des Arbeitslebens werden aus unterschiedlichen Winkeln beleuchtet, im Mittelpunkt aber stehen der Mensch und seine (Arbeits-) Erfahrungen. Aktuell ist die Ausstellung im „Zeitraum“ in Frankenberg/Eder zu sehen. 

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